Soldaten im Grenzgebiet Malis (Archivbild). | Bildquelle: AFP

Mali Viele Tote bei Anschlag auf Patrouille

Stand: 19.11.2019 01:57 Uhr

Bei einem Angriff auf eine Grenzpatrouille sind in Mali 24 Soldaten und 17 Dschihadisten ums Leben gekommen. Auch die Bundeswehr ist in der Region im Einsatz. Der Anschlag ereignete sich an der Grenze zum Niger.

Bei einem Anschlag auf eine Militärpatrouille im westafrikanischen Mali sind nach Regierungsangaben mindestens 24 Soldaten getötet und 29 Soldaten verletzt worden. Außerdem seien mindestens 17 "Terroristen" ums Leben gekommen und weitere 100 Menschen festgenommen worden, hieß es in einer in Bamako verbreiteten Erklärung.

Der Anschlag ereignete sich demnach nahe der Grenze zum Niger und südlich der Stadt Gao. Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Mali gehört gemeinsam mit dem Niger, Burkina Faso, Mauretanien und dem Tschad zu einer Gruppe von Ländern, die gegen den Terrorismus in der Sahel-Region kämpfen.

Bundeswehr in Mali aktiv

In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben dem sogenannten Islamischen Staat oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Vor allem in Mali sowie in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen. In Mali beteiligen sich bis zu 1100 Bundeswehrsoldaten an einem UN-Stabilisierungseinsatz sowie an der Ausbildung malischer Soldaten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. November 2019 um 04:00 Uhr in den Nachrichten.

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