Die Whistleblowerin Chelsea Manning nach ihrer Haftentlassung im Mai 2019.

Ex-WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning aus Haft entlassen

Stand: 10.05.2019 08:42 Uhr

62 Tage saß Chelsea Manning in einem US-Gefängnis, weil sie eine Aussage im Rahmen von Ermittlungen gegen Wikileaks verweigerte. Nun wurde sie entlassen. Doch eine erneute Inhaftierung droht.

Die ehemalige Militärgeheimdienst-Analystin und WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning ist aus der Haft entlassen worden. Sie kam nach mehr als zwei Monaten aus dem Gefängnis in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia frei.

Wikileaks-Informantin Chelsea Manning wieder frei
tagesschau24 11:00 Uhr, 10.05.2019

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Festnahme im März

Manning war im März festgenommen worden, nachdem sie sich geweigert hatte, vor einer Geschworenenjury auszusagen, die die Enthüllungsplattform WikiLeaks untersuchte.

Ihre Anwälte gehen davon aus, dass sie möglicherweise nur kurze Zeit auf freiem Fuß sein könnte. Sie wurde nur entlassen, weil eine Frist der Geschworenenjury auslief. Bevor sie das Gefängnis verließ, erreichte sie eine Vorladung, vor einer neuen Jury am 16. Mai zu sprechen. Sie werde sich erneut weigern, auszusagen, kündigten ihre Anwälte an.

Sieben Jahre in einem Militärgefängnis

Manning saß bereits sieben Jahre lang in US-Militärhaft. Sie kam 2017 frei, nachdem der frühere Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte.

Ursprünglich war Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Manning hatte erhebliche Datenmengen aus den Computersystemen der US-Regierung an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergeleitet. Dadurch wurden unter anderem schwere Straftaten von US-Soldaten publik.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Mai 2019 um 06:00 Uhr.

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