Angela Merkel in Davos | Bildquelle: dpa

Merkels Rede in Davos Klimaschutz - "eine Frage des Überlebens"

Stand: 23.01.2020 15:22 Uhr

Mit deutlichen Worten hat Kanzlerin Merkel in Davos für mehr Klimaschutz geworben: Die Erreichung der Pariser Klimaziele könnte "eine Frage des Überlebens" sein, sagte sie - und sprach von "historischen Transformationen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu mehr Engagement beim Klimaschutz aufgerufen. Den Kampf gegen die Erderwärmung erklärte sie zur Existenzfrage. "Die Frage der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens könnte eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent sein", sagt sie. "Deshalb ist Handlungsdruck da."

Kanzlerin Merkel wirbt für mehr Engagement beim Klimaschutz
tagesschau 20:00 Uhr, 23.01.2020, Wolfgang Wanner, ARD Genf zzt. Davos

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Mit den derzeitigen Verpflichtungen der Staaten werde das Ziel nicht erreicht, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad zu begrenzen, sagte sie. Die Welt müsse gemeinsam handeln, aber auch jedes Land müsse seinen Beitrag leisten.

"Transformationen von gigantischem Ausmaß"

Der Auftrag, unter 1,5 Grad zu bleiben, bedeute "nicht mehr und nicht weniger" für Europa, als dass man bis 2050 klimaneutral sein müsse. Das bedeute "natürlich Transformationen von gigantischem historischem Ausmaß", sagte Merkel. "Diese Transformation heißt im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen." Man müsse zu neuen Wertschöpfungsformen kommen. Die Industrieländer hätten eine "Bringschuld".

Die Zeit dränge, sagte die Kanzlerin. Man müsse die Ungeduld der Jugend "positiv, konstruktiv aufnehmen". Die Jugend habe einen ganz anderen Lebenshorizont, "deswegen sind wir zum Handeln aufgefordert." Die Regierung müsse aber auch Rücksicht nehmen auf ältere Menschen und die Landbevölkerung.

Warnung vor gesellschaftlichen Konflikten

Mit Blick auf den Kampf gegen den Klimawandel warnte Merkel vor gesellschaftlichen Konflikten. Es gebe eine "Sprachlosigkeit" zwischen Menschen, die den Klimawandel leugneten und denjenigen, für die Klimaschutz höchste Dringlichkeit habe - dies müsse überwunden werden durch mehr Dialog. In der heutigen Zeit konkurrierten Fakten mit Emotionen, so Merkel. Beides müsse versöhnt werden.

Das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften, bezeichnete sie als einen riesige Kraftakt. Produktionsprozesse etwa in der Stahlindustrie müssten völlig umgestellt werden. Dabei werde "grüner" Wasserstoff eine große Rolle spielen. Dieser könne außerhalb Europas besser erzeugt werden. Die Kanzlerin verwies darauf, dass Deutschland aus der Kernenergie aussteigt und bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung - und "wenn möglich" bis 2035.

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