Mittelamerikanische Migranten | Bildquelle: dpa

Migranten lehnen Mexiko-Angebot ab "Danke! Nein, wir gehen nach Norden"

Stand: 28.10.2018 12:42 Uhr

Tausende Migranten haben ihren Weg von Mittelamerika in Richtung USA fortgesetzt. Zuvor hatte Mexiko ihnen ein Bleiberecht angeboten, allerdings beschränkt auf zwei Bundesstaaten. Das lehnten sie ab.

Mehrere tausend Migranten aus Mittelamerika haben ihren Marsch von Südmexiko Richtung USA fortgesetzt. Sie lehnten ein Angebot des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto ab, der ihnen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeit versprach, wenn sie in den Staaten Chiapas oder Oaxaca blieben.

Migranten lehnen Verbleib in Südmexiko ab und marschieren weiter
tagesschau 13:15 Uhr, 28.10.2018

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"Wollen in Würde und Freiheit leben"

"Wir wollen in Würde und in Freiheit leben", sagte Migranten-Sprecher Denis Omar Contreras. In den Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas seien die Lebensbedingungen ähnlich wie in ihren Herkunftsländern.

"Danke! Nein, wir gehen nach Norden", skandierten etliche Menschen in der Migrantenkarawane. Der mitreisende Aktivist Irineo Mujica von der Hilfsorganisation Pueblo Sin Fronteras sagte, 80 Prozent der Leute, die Schutz beantragten, würden dort abgewiesen und abgeschoben.

Die mexikanischen Behörden erhielten bislang nach eigenen Angaben fast 1750 Asylanträge. Wie das Innenministerium in Mexiko-Stadt am mitteilte, gewährte es elf Migranten eine Aufenthaltserlaubnis.

Nach Angaben von Pueblos Sin Fronteras, die den Flüchtlingstreck begleitet, zählt dieser derzeit etwa 4000 Menschen. Unter ihnen sind viele kleine Kinder. Ursprünglich bestand die Karawane aus rund 7000 Migranten auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern. Viele beschlossen mittlerweile, nicht weiter zu marschieren oder umzukehren. 

Trump will Migranten stoppen lassen

Nieto hatte mehrfach erklärt, keine illegalen Migranten in Mexiko zu dulden. US-Präsident Donald Trump kündigte via Twitter an, das Militär zur Verstärkung an die Südgrenze nach Mexiko zu schicken. "Sie werden gestoppt", erklärte er und sprach von einem "nationalen Notfall".

Die Menschen hatten sich vor rund zwei Wochen in San Pedro Sula in Honduras versammelt und zur Auswanderung entschlossen. Sie fliehen vor der ausufernden Kriminalität und Armut. Die US-Grenze ist je nach Übergang zwischen 1500 und 4000 Kilometer entfernt.

Mittelamerikanische Migranten in Mexiko. | Bildquelle: dpa
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Mittelamerikanische Migranten auf der Landstraße zwischen den Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca. Sie wollen hier nicht bleiben und lehnen das Angebot der Regierung ab

Weitere Gruppen auf dem Weg

Inzwischen haben sich weitere Gruppen aus Mittelamerika auf den Weg in Richtung USA gemacht. Etwa tausend Flüchtlinge warteten am Wochenende in Guatemala an der Grenze zu Mexiko. Mexiko hat seine Grenze mit weiteren Sicherheitskräften verstärkt und will illegale Einreisen verhindern.

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