Mona Lisas Schwester Stiftung glaubt an Echtheit von zweiter Mona Lisa

Stand: 02.05.2019 12:35 Uhr

Leonardo da Vincis "Mona Lisa" hat laut der Stiftung "Mona Lisa Foundation" angeblich eine Zwillingsschwester. Von einem der berühmtesten Bilder der Welt soll es eine frühere Version aus der Hand des Meisters geben. Die Stiftung stellte in Genf neue Erkenntnisse zu dem Bild vor, um ihrer Behauptung zu belegen.

Kritiker schenken den Behauptungen allerdings wenig Glauben. Im Vorfeld der Veröffentlichung gab es starke Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. "Es gibt keinerlei Grundlage zu behaupten, dass dieses Bild ein Original von da Vinci ist, sagte der emeritierter Professor für Kunstgeschichte an der Universität von Oxford, Martin Kemp, der Deutschen Nachrichtenagentur.

Viele Details würden darauf hinweisen, dass keinesfalls beide Bilder aus der Hand des Meisters entstanden sind. Die Haare, die Struktur ihrer Hände, der durchscheinende Stoff ihres Kleides, die Atmosphäre der Landschaft ist völlig anders", sagte Kemp.

Auf Unterschiede zwischen den beiden Gemälden weist auch die seit Juli 2011 in Zürich ansässige "Mona Lisa Foundation" hin. Die Stiftung kündigte aber an, bei der Präsentation historische Dokumente und wissenschaftliche Studien vorlegen, die die Echtheit belegen sollen. Unter anderem zeigten diese geometrische Ähnlichkeiten.

Die Stiftung geht davon aus, dass die Frau im Abstand von rund zwölf Jahren da Vinci zweimal Porträt saß. Leonardos Mona Lisa mit dem geheimnisvollen Lächeln gilt als das berühmteste Gemälde der Welt. Das Bild im Pariser Louvre zieht jährlich Millionen Besucher an.

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