Eine von dem Zyklon "Kenneth" verwüstete Straße an der Nordküste Mosambiks | Bildquelle: AFP

Wirbelsturm "Kenneth" Schwere Zerstörungen und erste Opfer

Stand: 26.04.2019 17:18 Uhr

Umgeknickte Bäume, abgedeckte Häuser, zerstörte Stromleitungen: Der tropische Wirbelsturm "Kenneth" hat in Mosambik schwere Schäden angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen hat ein schwerer Zyklon Mosambik getroffen und schwere Schäden angerichtet. In der nördlichen Provinz Cabo Delgado stürzten Bäume auf Häuser und Stromleitungen, wurden Dächer abgedeckt und Hütten umgerissen, wie das mosambikanisch-britische Nachrichtenportal "Zitamar News" berichtete. Der örtliche Flughafen wurde gesperrt und vielerorts sind Strom- und Telefonleitungen unterbrochen.

Mosambik erneut von schwerem Zyklon getroffen
tagesschau24 16:00 Uhr, 26.04.2019

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700.000 Menschen bedroht

Auf der Insel Ibo, auf der rund 6000 Menschen leben, habe der Sturm 90 Prozent der Häuser zerstört, erklärten Behördenvertreter. In Erwartung des Sturms hatten sich die Bewohner der Urlaubsinsel mit Vorräten auf die Festung von Ibo geflüchtet. Insgesamt leben nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde etwa 700.000 Menschen in der Schneise des Zyklons. Mehr als 30.000 Familien waren nach Medienberichten vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

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Die Folgen des Zyklons "Idai"

Menschen stehen vor ihren zerstörten Hütten

Am 15. März hatte der Zyklon "Idai" weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit heftigen Regenfällen vor allem in Mosambik riesige Landstriche unter Wasser gesetzt. | Bildquelle: dpa

Laut offiziellen Angaben starben mindestens drei Menschen infolge des Sturms. In der nördlichen Stadt Pemba sei ein Mann von einer umstürzenden Palme erschlagen worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde INGC mit. Auf der im Indischen Ozean gelegenen Inselgruppe der Komoren waren gestern drei Menschen ums Leben gekommen, als der Sturm über das Land zog.

Starke Regenfälle und Überschwemmungen erwartet

Danach hatte der tropische Wirbelsturm "Kenneth" am Donnerstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde den Norden Mosambiks erreicht. Laut dem staatlichem Wetterdienst nahm die Kraft des tropischen Wirbelsturms an Land ab, doch ist wegen starken Regens mit Überflutungen zu rechnen. Die Vereinten Nationen hatten vor dem Zyklon bereits vor erneuten Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. Die Hilfsorganisation Care warnte, für die Folgen eines zweiten Sturms in Mosambik seien "schlichtweg nicht genügend Ressourcen verfügbar."

Die Karte zeigt die Ostküste Afrikas mit dem Zyklon "Kenneth".
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Der bisherige und prognostizierte weitere Zugweg des Sturms.

Folgen des Zyklons "Idai" noch nicht behoben

Die mosambikanische Regierung und die internationalen Helfer geraten mit dem neuen Sturm an den Rand ihrer Kapazitäten. Mitte März hatte Zyklon "Idai" die Hafenstadt Beira schwer beschädigt, das Hinterland versank unter Wassermassen. Tausende Menschen mussten mit Booten und Hubschraubern gerettet werden. 1,8 Millionen Menschen waren auf Hilfe angewiesen. Bis heute sind noch nicht alle Gebiete über Straßen zu erreichen. Auf 700.000 Hektar Land wurden die Ernten vernichtet.

Allein in Mosambik starben mehr als 600 Menschen. Weitere 300 kamen in Simbabwe und Malawi ums Leben. Hinzu kam die Cholera: Mehr als 5000 Menschen erkrankten an der Durchfallkrankheit. Rund 900.000 Menschen erhielten eine Schluckimpfung, danach fielen die Infektionszahlen ab, während jedoch die Malaria-Fälle zunahmen. Die Weltbank rechnete nach "Idai" mit Kosten für den Wiederaufbau in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, das ist nahezu des Hälfte des mosambikanischen Staatshaushaltes.

Mindestens eine Toter nach Zyklon "Kenneth" in Mosambik
Jana Genth, ARD Johannesburg
26.04.2019 16:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. April 2019 um 02:05 Uhr.

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