Ausbruch des Vulkans auf der Insel White Island bei Neuseeland | Bildquelle: dpa

Neuseeland Fünf Tote bei Vulkanausbruch

Stand: 09.12.2019 11:56 Uhr

Beim Ausbruch eines Vulkans auf Neuseeland sind fünf Menschen getötet worden. Rettungskräfte unterbrachen ihre Suche nach weiteren vermissten Touristen. Die Lage sei zu gefährlich.

Fünf Todesopfer hat der Ausbruch eines Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island gefordert. Wie der stellvertretende Polizeichef John Tims mitteilte, wurden 18 Menschen verletzt. Einige von ihnen hätten schwere Verbrennungen erlitten. Außerdem würden mehrere Menschen vermisst. So hätten die Rettungskräfte immer noch keinen Kontakt zu einer Gruppe von etwa zehn Touristen, die nach dem Ausbruch auf der Vulkaninsel geblieben seien.

4000 Meter hohe Aschesäule nach Vulkanausbruch
tagesschau 12:00 Uhr, 09.12.2019, Sandra Ratzow, ARD Singapur

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Lage ist unübersichtlich

Noch ist offenbar noch immer unklar, wieviele Menschen sich während der Eruption vor Ort aufgehalten haben. Ein Polizeisprecher berichtete von weniger als 50, nach Angaben der neuseeländischen Ministerpräsidentin Jacinda Ardern waren es aber etwa 100 Touristen. Sie sprach von einem "sehr gravierenden" Vorfall. Wie die Reederei Royal Caribbean mitteilte, waren auch Gäste eines Kreuzfahrtschiffes für eine Tagestour auf der Insel. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt.

Ein brasilianisches Pärchen schrieb auf Twitter, der Vulkan sei zehn Minuten nachdem es mit dem Boot die Insel verlassen habe, ausgebrochen. "Zum Glück sind wir hier, aber ich hoffe jetzt das Beste für die Verletzten und die anderen Menschen", schrieben sie.

Der Notfalldienst betreut eine verletzte Person. | Bildquelle: dpa
galerie

Rettungskräfte versorgen einen Verletzten mit Brandwunden.

Die neuseeländische Polizei und Notfallretter befürchten, dass einige der auf White Island Verbliebenen durch Asche und umhergeschleuderte Gesteinsbrocken verletzt oder getötet worden sein könnten. Vor der Unterbrechung der Rettungsarbeiten waren zeitweilig sieben Helikopter mit Sanitätern an Bord zur Insel geschickt worden.

Beliebtes Touristenziel

Ken Gledhill vom Geologischen Institut des Landes berichtete, bei der Eruption sei eine Aschesäule etwa 4000 Meter in den Himmel gestiegen. Wann die Insel wieder betreten werden könne, sei unklar: "Wir haben in den vergangenen Wochen eine verstärkte vulkanische Aktivität festgestellt und darum die Alarmstufe angehoben."

Meistens folge auf eine solche Eruption eine ruhige Phase, aber es sei nicht sicher, dass der Vulkan in den kommenden 24 Stunden nicht doch wieder ausbreche.

Die Insel White Island liegt etwa 50 Kilometer vor der Küste von Neuseelands Nordinsel. Mehrere Unternehmen bieten dorthin Tagestouren mit dem Boot an. Die Insel wird pro Jahr von etwa 10.000 Ausflüglern besucht. Der Vulkan ist vor drei Jahren das letzte Mal ausgebrochen.

Mit Informationen von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

Todesopfer und Vermisste nach Vulkanausbruch in Neuseeland
Lena Bodewein, ARD Singapur
09.12.2019 08:08 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete am 09. Dezember 2019 Deutschlandfunk um 08:00 Uhr in den Nachrichten und um 08:22 Uhr in der Sendung "Informationen am Morgen".

Darstellung: