Angehörige beim Gedenken in New York zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 | Bildquelle: AFP

Gedenken am 15. Jahrestag von 9/11 Schweigen für die Opfer

Stand: 11.09.2016 16:32 Uhr

15 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA der fast 3000 Opfer gedacht. Am Ground Zero in New York hielten Angehörige und Trauergäste um 8.46 Uhr Ortszeit eine Schweigeminute ab. Am Pentagon in Washington hält Präsident Obama eine Trauerrede.

Mit einer Schweigeminute in New York haben die USA der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Kirchenglocken läuteten um 8.46 Uhr die Zeremonie ein. Zu diesem Zeitpunkt war vor genau 15 Jahren ein von Al-Kaida-Terroristen entführtes Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers geflogen. Der Jahrestag wurde an allen Anschlagszielen begangen - dem ehemaligen Standort des World Trade Centers, dem Pentagon in Washington sowie in Shanksville im Staat Pennsylvania.

Bei der Gedenkveranstaltung am Ground Zero, wo die Zwillingstürme standen, verlasen im Anschluss Angehörige die Namen der fast 3000 Opfer, die bei den Anschlägen ums Lebens kamen. An der Zeremonie nahmen auch die beiden Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton teil. Clinton brach den Auftritt allerdings nach Kreislaufproblemen vorzeitig ab.

Nicht von Feinden spalten lassen

Es war der opferreichste Terroranschlag, den die USA jemals erlebt haben. US-Spezialkräfte töteten knapp zehn Jahre später bei einem von Präsident Barack Obama autorisierten Einsatz in Pakistan Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

US-Präsident Barack Obama legt am 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 einen Kranz nieder | Bildquelle: AFP
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Bei einer Andacht am Pentagon in Washington legte Präsident Barack Obama einen Kranz für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 nieder.

Bei einer Andacht am Pentagon in Washington verwies Obama auf die Fortschritte im Kampf gegen Al Kaida und andere Terrorgruppen. Wichtig sei aber nicht nur ein entschlossener Kampf, sondern auch, dass die USA ihre Werte bekräftigten. Obama betonte, dass das Land die Opfer niemals vergessen werde. Er lobte Amerikas Vielfalt, die immer die größte Stärke des Landes sein werde, und forderte die Nation auf, sich nicht von Feinden spalten zu lassen. Der Tag sei ein schwieriger, sagte Obama, aber einer, der "die Liebe und die Treue in euren Herzen und den Herzen der Nation offenbart".

Auch Außenminister John Kerry rief in einer schriftlichen Erklärung dazu auf, sich an diesem Tag "neu auf eine Welt zu verpflichten, in der Gerechtigkeit über das Böse siegt und ziviles Verhalten über Vorurteile und Hass".

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