Satellitenbild des nordkoreanischen Atomtestgeländes Punggye-ri  | Bildquelle: AP

Explosionen in Punggye-ri Nordkorea zerstört offenbar Atomtestgelände

Stand: 24.05.2018 16:32 Uhr

Nordkorea hat Berichten zufolge sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri unbrauchbar gemacht. Korrespondenten mehrerer westlicher Medien meldeten, sie seien vor Ort Zeuge von Explosionen geworden.

Vor den Augen von ausländischen Reportern hat Nordkorea nach eigenen Angaben seine Atomtestanlage Punggye-ri abgerissen. Spezialisten lösten in einer Gebirgsregion im dünn besiedelten Nordosten des Landes eine Reihe von Explosionen aus, die die Journalisten bezeugen sollten.

Weil die Führung von Machthaber Kim Jong Un keine internationalen Inspektoren zu der Zeremonie einlud, gilt die Glaubwürdigkeit des Abrisses als ebenso begrenzt wie seine Unwiderruflichkeit. Die Atomteststopp-Behörde CTBTO erklärte, sie habe die Zerstörung der Anlage nicht selbst geprüft, da sie noch nicht dazu eingeladen worden ist.

Nordkorea zerstört Atomtestgelände
tagesschau 20:00 Uhr, 24.05.2018, Klaus Scherer, ARD Tokio

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Kim hatte die Schließung vor dem ursprünglich für Mitte Juni geplanten Treffen mit US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben, das Trump inzwischen abgesagt hat. Die Ankündigung, das Gelände zu schließen, wurde weithin als Geste des guten Willens von Kim begrüßt. Eine Schließung wäre aber nicht unwiderruflich und weitreichendere Maßnahmen müssten folgen, um Trumps Forderung nach einer echten Entnuklearisierung zu erfüllen. Kim lud ausländische Reporter ein, damit sie die Demontage bezeugen.

UN-Generalsekretär begrüßt Berichte

UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich erfreut über die Berichte. Es sei allerdings bedauerlich, dass internationale Experten zu der Sprengung nicht eingeladen gewesen seien. Er hoffe, dass die "vertrauensbildende Maßnahme" der Sprengung zu den Anstrengungen für anhaltenden Frieden und Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel beitragen werde.

Nordkorea zerstört Atomtestgelände
Jürgen Hanefeld, ARD Tokio
24.05.2018 17:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Mai 2018 um 13:00 Uhr.

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