Gedenkmünze mit den Konterfeis von Donald Trump und Kim Jong Un | Bildquelle: AFP

Kim-Trump-Gipfel US-Delegation verhandelt in Nordkorea

Stand: 27.05.2018 22:50 Uhr

Findet der Gipfel statt oder doch nicht? Nun scheint ein Treffen wieder möglich. Eine US-Delegation verhandelt im koreanischen Grenzort Panmunjom mit Vertretern Nordkoreas.

Von Timo Fuchs, ARD-Studio Washington

Plötzlich scheinen alle Zeichen wieder auf Dialog zu stehen. Vertreter der US-Regierung sind bereits in Nordkorea, um den amerikanisch-koreanischen Gipfel vorzubereiten, wie US-Präsident Donald Trump per Twitter bestätigte. Der Kopf der Delegation, das ist in diesem Fall der frühere US-Botschafter in Südkorea, der extra von seinem aktuellen Posten von den Philippinen abbeordert wurde, um nun die Vorbereitungen zu leiten. Sung Kim bringt spezielle Erfahrung mit, er war früher schon in Verhandlungen um das nordkoreanische Atomprogramm eingebunden.

Jetzt soll er mit dem stellvertretenden Außenminister Nordkoreas zusammenkommen, berichtet die "Washington Post" - und zwar im sogenannten "Haus der Wiedervereinigung". Genau dort hatten die Präsidenten Nord- und Südkoreas am Samstag ihr Überraschungstreffen abgehalten. Beide hätten vereinbart, teilte Südkoreas Präsident Moon Jae In danach mit, dass der Gipfel wie geplant am 12. Juni "erfolgreich abgehalten werden muss".

Kim Jong Un bekräftigt Interesse für US-Nordkorea-Gipfel
tagesthemen 22:45 Uhr, 27.05.2018, Klaus Scherer, ARD Tokio

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Trump hat 12. Juni im Blick

Im Anschluss hatte sich US-Präsident Trump in Washington in einem knappen Kommentar entsprechend zufrieden mit der Entwicklung gezeigt. Alles laufe sehr schön, sagte der Präsident. Er habe noch immer den 12. Juni für den Gipfel im Blick. Trump ließ durchblicken, dass wohl auch in Washington Gespräche mit nordkoreanischen Vertretern stattfinden.

Während Trump seine Aussagen vage hielt, unterstrich er nochmals das Ziel der Friedensverhandlung: Die Denuklearisierung Nordkoreas. Nach dem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hatte Südkoreas Präsident Moon Jae In mitgeteilt, Kim sei noch immer zur vollständigen Denuklearisierung bereit.

Blick auf den Grenzort Panmunjom | Bildquelle: REUTERS
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Im Grenzort Panmunjom verhandelt eine US-Delegation mit Vertretern Nordkoreas über ein Gipfeltreffen von Trump und Kim.

Streit um Definition von "Denuklearisierung"

Zu diesem Prozess bleiben aber viele Fragezeichen. Während die USA bisher vor allem von einem einzigen schnellen Schritt gesprochen hatten, wollte Kim eine stufenweise Abrüstung, die jeweils durch US-Zugeständnisse belohnt werden sollte.

Der amerikanische China-Experte Gordon Chang sagte auf Fox News, er gehe jetzt in jedem Fall von einem Gipfel aus. Gleichzeitig betonte er, dass Kim zuletzt einen aggressiven Ton gegen die USA angeschlagen habe, läge am Einfluss Pekings. "Speziell nach dem zweiten Besuch Kims in China im Mai, denke ich, haben die Chinesen ihm gesagt, mach einen Rückzieher du brauchst die Amerikaner nicht, wir stützen deine Wirtschaft", sagte Chang.

Druck von China?

Entsprechend habe man in den letzten Wochen beobachten können, wie die Preise für Benzin und Diesel in Nordkorea gefallen seien. Die Chinesen würden vereinbarte US-Sanktionen brechen - und das ganz offen. Die USA befinden sich zurzeit in einem Handelsstreit mit China, in dem Trump zwischenzeitlich neue Drohungen ausgesprochen hatte. Mehrere Experten sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Wirtschaftsverhandlungen und dem Verlauf der nordkoreanischen Friedensverhandlungen.

US-Vertreter in Nordkorea zu Gipfel-Gesprächen eingetroffen
Timo Fuchs, SWR
27.05.2018 20:25 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 27. Mai 2018 um 22:45 Uhr.

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