Obama 2009  | Bildquelle: dpa

Barack Obama tritt ab Acht durchwachsene Jahre

Stand: 10.01.2017 21:33 Uhr

Barack Obama hält seine letzte Rede als US-Präsident. Guantánamo, Kuba, Iran, Gewalt gegen Schwarze, NSA-Affäre - das sind nur einige Schlagworte aus den acht Jahren seiner Regierungszeit. Ein Überblick über die wichtigsten Wegmarken der Obama-Ära.

Von Nea Matzen, tagesschau.de

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US-amerikanische Soldaten falten eine Flagge zusammen | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Die US-Flagge wird verpackt - Abzug von der Militärbasis Hila südlich von Bagdad im Juli 2010.

Für den Krieg in Afghanistan kündigt Obama bereits im ersten Amtsjahr wiederholt Truppenaufstockungen an: Die Zahl wächst von gut 38.000 Soldaten auf fast 100.000 im Jahr 2011, nimmt dann aber kontinuierlich wieder ab auf heute knapp 9000. Besonders umstritten ist, dass die Obama-Regierung auf den massiven Einsatz von Drohnen setzt. Immer wieder gibt es dadurch zahlreiche Opfer in der Zivilbevölkerung.

Das Ende des Kriegseinsatzes der USA im Irak kündigt Obama kurz nach seinem Amtsantritt an: "Let me say this as plainly as I can: By August 31, 2010, our combat mission in Iraq will end", lautet sein Statement am 27. Februar 2009 dazu. Diese Entscheidung setzt er in die Tat um: Nach siebeneinhalb Jahren ist der Kampfeinsatz der USA im Irak im August 2010 offiziell vorbei. Ein Teil der Truppen bleibt zwar zum Schutz der Botschaft und zur Ausbildung des irakischen Militärs im Land. Doch das Vakuum nach dem Truppenabzug der Amerikaner ist eine der Ursachen dafür, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sich in der Region ausbreitet.

Die USA unterstützen den Kampf einheimischer Truppen im Irak und in Syrien gegen den IS aus der Luft sowie mit Militärberatern und Spezialkommandos. Im Irak sind die Dschihadisten inzwischen stark zurückgedrängt. Zum syrischen Bürgerkrieg zeigte Obama eine wankelmütige Haltung. Er drohte Staatschef Bashar al-Assad mit US-Militärangriffen, verzichtete dann aber darauf. Obama entschied gegen ein Eingreifen in Syrien, obwohl das Assad-Regime die von ihm gezogene "Rote Linie" durch den Einsatz von Chemiewaffen überschritten hatte.

Ein Grund dafür war, was der US-Präsident als "größten außenpolitischen Fehler" bezeichnete: der Sturz des libyschen Diktators Muammar Gaddafi, denn anschließend versank Libyen im Chaos. Das Nicht-Eingreifen in Syrien hat nach Ansicht seiner Kritiker Russland zu seiner massiven Militärintervention zugunsten Assads ermutigt.

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Januar 2017 um 12:00 Uhr.

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