Der vor Mauritius gestrandete Frachter "Wakashio" ist von Rettungsschiffen umgeben. | Bildquelle: REUTERS

Havarie vor Mauritius Tanks der "Wakashio" leer gepumpt

Stand: 12.08.2020 22:26 Uhr

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit: Nun ist es gelungen, die Tanks des havarierten Frachters vor Mauritius zu leeren, bevor das Schiff auseinanderbricht. Doch die Gefahr ist damit noch nicht gebannt.

Vor der Insel Mauritius ist offenbar eine weitere Umweltkatastrophe verhindert worden: Einsatzkräften gelang es, den verbliebenen Treibstoff aus den Tanks eines vor der Küste auf Grund gelaufenen Frachters abzupumpen. "Es war ein Rennen gegen die Zeit", sagte der Regierungschef des Inselstaats, Pravind Jugnauth. Er würdigte die "exzellente Arbeit" der Katastrophenhelfer, die "ein weiteres Ölleck verhindert haben".

Nach Tankerunglück vor Mauritius: Öltanks leergepumpt
Tagesschau 17 Uhr , 13.08.2020, Sarah Schmidt, WDR

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Der japanische Frachter "Wakashio", der unter der Flagge Panamas fährt, war am 25. Juli mit rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord auf ein Riff vor der Südostküste des Urlauberparadieses aufgelaufen. Mehr als 1000 Tonnen Treibstoff traten durch ein Leck aus und bedrohten zwei Naturschutzgebiete in unmittelbarer Nähe. Tausende freiwillige Inselbewohner waren deshalb im Einsatz, um die weißen Strände von dem dunklen Ölschlick zu reinigen.

Immer noch 100 Tonnen Öl an Bord

Laut Jugnauth half das ruhige Wetter beim Abpumpen und verhinderte zunächst, dass der 300 Meter lange Frachter auseinanderbrach. Das Auseinanderbrechen sei jedoch nach wie vor "unvermeidlich", warnte der Premierminister. Ihm zufolge sind noch immer 100 Tonnen Öl, die nicht in den Tanks lagerten, an Bord des Schiffs.

Die Rettungsmannschaften hatten Hubschrauber benutzt, um das Öl an Land zu transportieren. Starke Winde und raue See hatten die Bergungsarbeiten jedoch behindert und das ausgelaufene Öl über weite Küstenabschnitte von Mauritius verteilt. Der Inselstaat im Indischen Ozean ist für seine malerischen Strände berühmt. Er ist in hohem Maße abhängig von seinen Küstengebieten - nicht nur wegen des Fischfangs, sondern auch weil die Korallenriffe zu den schönsten weltweit zählen und viele Touristen anlocken.

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