Sebastian Kurz | Bildquelle: dpa

Parlamentswahl in Österreich ÖVP von Kurz mit besten Chancen

Stand: 29.09.2019 13:39 Uhr

Vier Monate nach dem vorzeitigen Ende der rechtskonservativen Regierung aus ÖVP und FPÖ wählen die Österreicher heute ein neues Parlament. Laut Umfragen hat ÖVP-Chef Kurz beste Aussichten, die Wahl zu gewinnen: Die Meinungsforscher sehen seine ÖVP bei 32 bis 35 Prozent klar auf Platz eins.

Von Clemens Verenkotte, ARD-Studio Wien

Aus Stimmung Stimmen machen - diese Losung gab Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz seinen Anhängern für diesen Wahlsonntag aus: Er traue den Umfragen nicht, die der ÖVP einen Vorsprung von mehr als zehn Prozent der Stimmen vor den Konkurrenten vorhersagen.

Wiederwahl von Ex-Kanzler Kurz gilt als sicher
tagesschau 13:15 Uhr, 29.09.2019, Christian Limper, ARD Wien

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Das werde deutlich enger, warnte Kurz bei den letzten Wahlkampfauftritten: "Daher meine große Bitte: Geben wir Gas, strengen wir uns an, machen wir den Menschen klar, dass es nicht um Meinungsumfragen geht, sondern um den Wahlsonntag, dass es nicht um Stimmung geht, sondern um Stimmen."

Das Rennen um Platz zwei werden Österreichs Sozialdemokraten und die FPÖ unter sich ausmachen. Die Sozialdemokraten setzten auf die Themen soziale Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Auf ihren Wahlplakaten stand stets die Losung "Miteinander", für das SPÖ-Chefin Rendi-Wagner abschließend warb: "Wir wollen Österreich besser machen mit fairen Löhnen, mit leistbaren Mieten, mit Sicherheit im Alter, wenn es um die Pflegebedürftigkeit geht, mit Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in einer sauberen und intakten Umwelt."

Strache-Affäre belastet FPÖ

Die FPÖ warb für eine Fortsetzung der türkis-blauen Koalition mit Kurz, die vor vier Monaten nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos in die Brüche gegangen war. In der vergangenen Woche dominierte die Spesenaffäre ihres Ex-Chefs Heinz Christian Strache Österreichs Medien. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue. Strache soll private Rechnungen jahrelang über die Parteikasse abgerechnet haben.

20 Prozent werden der FPÖ vorhergesagt - das wäre ein deutlicher Dämpfer im Vergleich zu den Wahlen vor zwei Jahren. Dennoch meint Spitzenkandidat Norbert Hofer: "Es ist es wert, weiter zu kämpfen und alles dafür zu tun, damit wir wiederum eine Bundesregierung haben mit uns, die so aktiv ist und so beliebt ist und so viel tut für dieses Land."

Gute Chancen für die Grünen

Mit einer sicheren Rückkehr in den Nationalrat  dürfen die Grünen rechnen. Sie können ein knappes zweistelliges Ergebnis erwarten. Aber auch ihr Spitzenkandidat Werner Kogler, der das Gesicht des grünen Wahlkampfs war und auch für steigende Zustimmungswerte sorgte, warnte - fast gleichlautend wie Kurz: "Die Stimmung muss sich in Stimmen verwandeln. Die guten Umfragen haben den Grünen noch nie genutzt, noch nie. Also: Achtung!"

"Man darf nicht vergessen, warum wir überhaupt hier stehen"

Den liberalen Neos werden acht Prozent prognostiziert. Ihre Parteichefin Beate Meindl-Reisinger lenkte zum Abschluss des Wahlkampfs den Blick nochmals auf den eigentlichen Anlass dafür, dass Österreich innerhalb von zwei Jahren zum zweiten Mal zu Nationalratswahlen an die Urnen gerufen wird: "Man darf es nicht vergessen, warum wir überhaupt hier stehen, warum wir am Sonntag zur Wahl gehen. Das ist, und das hat leider Gottes die gesamte Welt gesehen, die Bereitschaft der Politik in Österreich zu Korruption und Selbstbedienung. Und damit muss ein für alle Mal Schluss sein. Die Politik ist kein Selbstbedienungsladen."

Nach Schließung der Wahllokale um 17 Uhr wird sich die Debatte am Wahlabend und in den kommenden Tagen und Wochen um die entscheidende Frage drehen: Mit welchem Koalitionspartner geht ÖVP-Chef Kurz das nächste Regierungsbündnis ein?

Österreich wählt
Clemens Verenkotte, ARD Wien
29.09.2019 06:39 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. September 2019 um 04:43 Uhr.

Korrespondent

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Clemens Verenkotte, BR

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