UNO legt Drogenbericht vor Opium-Produktion im "Goldenen Dreieck" steigt

Stand: 15.12.2011 09:11 Uhr

Die Opiumproduktion hat nicht nur in Afghanistan zugenommen, sondern auch in Südostasien. Nach Angaben des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) stieg die mit Mohn besäte Fläche im sogenannten "Goldenen Dreieck" (Myanmar, Laos und Thailand) um 16 Prozent. Demnach ist Myanmar hinter Afghanistan der weltweit zweitgrößte Produzent des Rausch- und Betäubungsmittels.

Im vergangenen Jahr seien durch Opium-Anbau in der Region 319 Millionen Dollar (246 Millionen Euro) geflossen, berichtete das UN-Büro. Darin liegt nach Meinung der Experten auch der Grund für das rasante Wachstum der Anbauflächen: Die Preise für die illegale Droge stiegen auf dem Schwarzmarkt in den vergangenen Jahren deutlich und machen den Anbau damit immer lukrativer.

Opiumanbau im Goldenen Dreieck
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Polizeikräfte zerstören ein Schlafmohnfeld in der thailändischen Provinz Chiang Rai.


Fehlende Stabilität führt zu hoher Opium-Produktio


"Hauptfaktoren für die steigende Produktion sind ein Mangel an Sicherheit, politischer Stabilität und nachhaltiger Entwicklung", schrieb UNODC-Direktor Juri Fedotow im Vorwort des Berichts.


Die Bauern in den Anbauregionen in Myanmar und Laos seien bitterarm und hätten ohne den Anbau von Schlafmohn nicht genügend Geld, um ihre Familien zu ernähren. Wenn den Bauern geholfen werde, andere Agrarprodukte anzubauen, würde die Opiumproduktion zurückgehen, meint das UN-Büro. In solche Programme müsse viel mehr investiert werden.

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