Der texanische Demokrat Beto O'Rourke hat seine Kandidatur um das Präsidentenamt in den USA angekündigt. Bei den Zwischenwahlen 2018 hatte er noch im Rennen um den Senatssitz des Republikaners Ted Cruz den Kürzeren gezogen. Er gilt als junger, charismatischer Hoffnungsträger der Demokraten in einem Staat, der lange verlässlich den Konservativen zugeschrieben wurde. | Bildquelle: AFP

US-Präsidentschaftswahlkampf Texanischer Demokraten-Darling kandidiert

Stand: 14.03.2019 11:14 Uhr

Beto O'Rourke steht für das junge, progressive Amerika - obwohl er aus dem konservativen Texas kommt. Nun hat er bekanntgegeben, dass er Trumps Nachfolger als US-Präsident werden will.

Der US-Demokrat Beto O'Rourke will ins Rennen ums Weiße Haus einsteigen. Der Shooting-Star der Demokraten, hatte in seinem konservativen Heimatstaat Texas im vergangenen Jahr einen vielbeachteten Wahlkampf gegen Senator Ted Cruz nur knapp verloren. Er bestätigte seine Kandidatur in einer SMS-Nachricht an den lokalen TV-Sender KTSM und gab sie später auch offiziell bekannt.

Schon während des Kopf-an-Kopf Rennens mit Cruz im Herbst waren immer wieder Rufe laut geworden, O'Rourke solle sich um das Amt des US-Präsidenten bewerben. Dem früheren Kongressabgeordneten flogen die Sympathien vieler Amerikaner zu, die sich nach einem jungen, charismatischen Gesicht der demokratischen Partei sehnen.

Gegenspieler Trumps in der Einwanderungsdebatte

O'Rourkes Senatswahlkampf hatte auch landesweite Spendenrekorde gebrochen - eine Kartei an potenziellen Geldgebern, die dem Demokraten-Darling nun im exorbitant teuren Wahlkampf um das Präsidentenamt sehr zu Pass kommen dürfte.

O'Rourke hatte sich zuletzt extrem deutlich gegen die von Präsident Trump geforderte Grenzmauer zu Mexiko ausgesprochen - und bei einem Besuch des Präsidenten in seiner Heimatstadt El Paso vor einigen Wochen kurzfristig eine Gegenkundgebung organisert.

Schon bei seiner Kandidatur um den Senatsposten hatte er damit gepunktet, das Thema Einwanderung positiv zu besetzen und die Beiträge von Immigranten zur amerikanischen Gesellschaft hervorzuheben.

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Das Weiße Haus in Washington

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Oktober 2018 um 05.05 Uhr.

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