Oscar-Statuen | Bildquelle: REUTERS

Oscar-Academy nominiert Bunter Haufen

Stand: 26.06.2018 08:36 Uhr

Mehr Frauen, mehr Minderheiten: Die Oscar Academy wird vielfältiger werden. Der Grund: Die #Metoo- und #Oscarssowhite-Debatte. Über die künftigen Preisträger entscheiden auch mehrere Deutsche.

Von Sabine Müller, ARD-Studio Los Angeles

"Alte Hasen" wie Regisseur Steven Spielberg und die Schauspieler Whoopi Goldberg und Jackie Chan begrüßen die Neuen im Oscar-Club per Video. 928 Filmschaffende sind in diesem Jahr in die Academy eingeladen - das ist ein Rekord. Genau wie diese Zahlen: Fast die Hälfte der neuen Mitglieder sind Frauen, knapp 40 Prozent Nicht-Weiße.

"Ich kriege Filme umsonst"

Bei der Auswahl der Oscar-Filme dürfen in Zukunft unter anderem mitreden: die Schauspieler Daisy Ridley und David Chapelle, "Harry-Potter"-Erfinderin J.K. Rowling und der Musiker Kendrick Lamar. Auch die Schauspielerin Tiffany Haddisch ist dabei, bekannt zum Beispiel aus dem Film "Girls Trip". "Darf ich dann auch bei den Oscars mitwählen und so?", fragt Haddisch ungläubig, als sie von der Einladung erfährt. Und kiekst dann: "Ich kriege Filme umsonst!"

Mit den diesjährigen Einladungen macht die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" weiter ernst mit ihrem Versprechen, mehr Vielfalt in ihren Reihen zu fördern. Ziel ist es, den Anteil an Frauen und Minderheiten bis 2020 zu verdoppeln. Wenn alle Einladungen angenommen werden - was nicht immer der Fall ist - bestünde die Oscar-Akademie bald zu 31 Prozent aus Frauen und zu 16 Prozent aus Minderheiten.

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90. Oscar-Verleihung

Szene aus ''Shape of Water''

Das Kinomärchen "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" von Regisseur Guillermo del Toro ist mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet worden. Wenig zuvor hatte der Komponist Alexandre Desplat für seine Werke rund um "The Shape of Water" den Oscar in der Sparte beste Filmmusik gewonnen. Auch für das beste Szenenbild wurde der Film geehrt. | Bildquelle: Twentieth Century Fox/dpa

Auch Deutsche sind vertreten

"Wir werden diese Academy so großartig machen, wie sie sein sollte", sagt der Rapper und Schauspieler Common. In 17 Kategorien wurden neue Mitglieder aufgenommen: Von Schauspielern und Regisseuren über Drehbuchschreiber und Kameraleute bis zu Kostümdesignern.

Die Neuen kommen aus 59 Ländern, aus Deutschland sind gut ein Dutzend Filmschaffende eingeladen. Das bekannteste Gesicht ist Schauspielerin Diane Kruger. Auch "Transit"-Regisseur Christian Petzold ist dabei, allerdings in der Kategorie Drehbuch. Und Gerd Nefzer, der in diesem Jahr für "Blade Runner" den Spezialeffekte-Oscar gewann, soll ebenfalls Mitglied der Academy werden.

Demonstration gegen ausschließlich weiße nominierte Schauspieler
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Demonstration gegen ausschließlich weiße nominierte Schauspieler im Februar 2016.

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Oscar-Akademie wird weiblicher und bunter

Sabine Müller, ARD Los Angeles
26.06.18 08:24 | audio

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Juni 2018 um 08:21 Uhr.

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