Papst Franziskus winkt den Menschen. | Bildquelle: AFP

Papst erteilt Ostersegen Dialog der Gewalt vorziehen

Stand: 21.04.2019 14:52 Uhr

In seiner Osterbotschaft hat Papst Franziskus die weltweite Gewalt verurteilt und zur friedlichen Lösung von Konflikten aufgerufen. Auch auf die Anschlagsserie in Sri Lanka ging er ein.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Grauer Himmel über Rom, aber auf dem Petersplatz ein Meer leuchtender Blumen. Tausende Menschen verfolgten die Ostermesse und die anschließende Osterbotschaft des Papstes. Sie war auch in diesem Jahr eine Botschaft des Friedens.

Franziskus rief den immer noch andauernden Krieg in Syrien in Erinnerung. "Dieser Konflikt läuft Gefahr, von uns immer mehr als selbstverständlich hingenommen zu werden und uns sogar gleichgültig zu machen." Es sei der Augenblick gekommen, den Einsatz für eine politische Lösung zu erneuern, "die den richtigen Bestrebungen nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit entspricht".

"Grausame Gewalt" in Sri Lanka überschattet Osterfeier mit dem Papst
tagesschau 20:00 Uhr, 21.04.2019, Ellen Trapp, ARD Rom

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Appell für Frieden

Franziskus ging aber auch auf andere Konfliktherde in der Welt ein. Er nannte unter anderem den Nahen Osten und den Südsudan. Außerdem sprach er die neu aufgeflammten Auseinandersetzungen in Libyen an. "Ich rufe die beteiligten Parteien auf, den Dialog der Gewaltanwendung vorzuziehen und zu vermeiden, dass die Wunden eines Jahrzehnts von Konflikten und politischer Instabilität wieder geöffnet werden."

Für die Ukraine, in der heute gewählt wird, formulierte Franziskus den Wunsch nach einem humanitären und dauerhaften Frieden.

Im Anschluss an die Osterbotschaft sprach Papst Franziskus den traditionellen Segen Urbi et Orbi. Für alle Katholiken ist das Hören dieses Segens nach der Lehre der Kirche mit einem Ablass ihrer Sünden verbunden. Er wird nur zweimal im Jahr erteilt, zu Ostern und zu Weihnachten, außerdem direkt nach der Wahl eines neuen Papstes.

Mitgefühl für christliche Gemeinde in Sri Lanka

Nach dem Segen ging der Papst, abweichend von den vorbereiteten Texten, auf die Anschlagsserie in Sri Lanka ein.

"Ich möchte meine mitfühlende Nähe deutlich machen gegenüber der christlichen Gemeinde, die getroffen wurde, als sie sich zum Gebet zusammengefunden hat und gegenüber allen Opfern einer derart grausamen Gewalt."

Rund um den Petersplatz galten heute erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Viel Polizei war präsent, an Sicherheitsschleusen ähnlich wie am Flughafen wurden alle Pilger und Besucher genau kontrolliert. Die Atmosphäre auf dem Petersplatz selbst aber war feierlich.

Das Fest der Hoffnung

Der Vatikan hat den Platz vor der Basilika reich schmücken lassen mit rund 55.000 Blumen, darunter gelbe Narzissen, hellgrüne Orchideen, weißen und roten Tulpen, orangefarbene Strelizien und strahlend blaue Rittersporne. Der Papst selbst leitete die Messe, mit ihm feierten etwa 70.000 Menschen aus aller Welt.

In der Osternacht hatte Franziskus im Petersdom das Osterlicht entzündet und in seiner Ansprache betont, Ostern sei das Fest der Hoffnung. Die Geschichte der Auferstehung, so der Papst, sei für Christen Ermutigung, ihr Leben nicht von Problemen, Misstrauen und Angst bestimmen zu lassen. Ostern sei das Fest, das lehre, den Stein des Misstrauens wegzurollen, die Hoffnung nie zu begraben.

Ostermesse in Rom
Jörg Seisselberg Rom
21.04.2019 13:25 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. April 2019 um 13:12 Uhr.

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