Neuseelands Küste Dutzende Wale zum zweiten Mal gestrandet

Stand: 23.02.2021 16:46 Uhr

Nachdem freiwillige Helfer zahlreiche Grindwale zurück in tieferes Gewässer gelotst hatten, strandeten viele von ihnen erneut. Mehr als 20 Wale sind bereits an dem abgelegenen Küstenabschnitt Neuseelands verendet.

In Neuseeland sind Dutzende Grindwale zum zweiten Mal gestrandet. Nachdem rund 200 freiwillige Helfer gestern 40 Meeressäuger mit der Flut wieder in tieferes Wasser lotsen konnten, kamen viele von ihnen zurück. Die Zahl der gestorbenen Tiere am entlegenen Küstenabschnitt Farewell Spit stieg mittlerweile bereits auf 21.

Der Sprecherin der Wal-Rettungsgruppe Project Jonah, Louisa Hawkes, zufolge gelang es immerhin 28 Walen, mit der Flut zurück ins Meer zu treiben. "Sie sind viel weiter hinaus als gestern", sagte Hawkes. "Wir sind vorsichtig optimistisch, dass sie nicht wieder zurückkommen."

Farewell Spit wird auch "Walfalle" genannt

Es komme sehr oft vor, dass Grindwale ein zweites Mal stranden, bevor sie weiter von der Küste weg schwimmen. Die Helfer kühlten während der Ebbe die Meeressäuger mit Wasser, hielten sie aufrecht und achteten darauf, dass sie nicht zu viel Druck auf ihre Flossen bekamen.

Farewell Spit ist eine lange Sandbank, die im Norden der Südinsel wie ein Haken in die Tasmansee hineinragt. Schon oft hat es dort Massenstrandungen von Walen gegeben. Der Küstenabschnitt wird daher manchmal als "Walfalle" beschrieben.

Warum das passiert, ist bislang nicht bekannt. Vor vier Jahren strandeten 650 Grindwale in Farewell Spit. Mehr als 350 Tiere verendeten, rund 300 wurden gerettet. Grindwale erreichen ein Länge von 3,60 bis 8,50 Metern und sind normalerweise selten in Küstennähe zu sehen.

Über dieses Thema berichtete SWR 3 am 23. Februar 2021 um 14:23 Uhr.

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