Polizisten stehen vor einem Postamt in New York | Bildquelle: AFP

Mutmaßliche Paketbomben Weitere verdächtige Sendungen gefunden

Stand: 26.10.2018 16:48 Uhr

In den USA sind zwei weitere mutmaßliche Briefbomben aufgetaucht. Die verdächtigen Sendungen waren an Ex-Geheimdienstchef Clapper und den demokratischen Senator Booker addressiert.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Die Zahl der verdächtigen Pakete an prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump ist auf zwölf gestiegen, nachdem Ermittler in New York und Florida zwei weitere mutmaßliche Briefbomben abgefangen haben.

Das Päckchen in New York war an den Nachrichtensender CNN adressiert und sollte an James Clapper gehen. Der Ex-Geheimdienstchef arbeitet mittlerweile als politischer Analyst für den Fernsehkanal. Clapper sagte, er sei erleichtert, dass die Sendung rechtzeitig entdeckt worden ist und niemand verletzt wurde.

Ex-US-Geheimdienstdirektor James Clapper | Bildquelle: REUTERS
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Ex-US-Geheimdienstdirektor Clapper arbeitet als Analyst für den Sender CNN.

Ermittlungen in Florida

Zuvor hatte das FBI bestätigt, dass ein weiterer Umschlag mit einer Rohrbombe oder einer Attrappe bei der Durchsuchung im Paketzentrum der Post in Florida entdeckt worden ist. Die Sendung war an Senator Corry Booker von den Demokraten gerichtet.

Die Ermittler konzentrieren sich gerade auf das Logistikzentrum nördlich der Stadt Miami. Ein Teil der verdächtigen Umschläge stammen aus Florida, erklärte die Ministerin für Heimatschutz, Kirstjen Nielsen bei "Fox News". Sie sei überzeugt, dass der Täter oder die Täter zur Verantwortung gezogen werden.

Der demokratische US-Senator Cory Booker | Bildquelle: REUTERS
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Auch an den demokratischen US-Senator Cory Booker war ein verdächtiges Paket addressiert.

Trump streitet Mitschuld ab

Alle Sendungen gingen bisher an Politiker und Prominente, die öffentlich die Trump-Administration kritisiert haben. Trump wehrt sich gegen den Vorwurf, sein Verhalten gegenüber politischen Gegner habe zur Eskalation beigetragen. Trump twitterte, es sei albern, dass CNN und andere ihn kritisieren dürfen, aber wenn er etwas gegen die Medien sagen, würde es gleich heißen, er verhalte sich nicht wie ein Präsident. Ein Teil seiner Anhänger stellt die gesamte Berichterstattung über die verdächtigen Pakete in Frage.

Weitere verdächtige Päckchen
T. Teichmann, ARD Washington
26.10.2018 16:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Oktober 2018 um 16:00 Uhr.

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