Notfallbehandlung einer Corona-Patientin in Brasilien | Bildquelle: Andre Sousa Borges/EPA-EFE/Shutt

Corona-Pandemie 20 Millionen Menschen infiziert

Stand: 11.08.2020 07:41 Uhr

In nur drei Wochen haben sich weltweit weitere fünf Millionen Menschen infiziert - insgesamt gibt es jetzt 20 Millionen bekannte Fälle. Besonders drei Länder sind betroffen. In Deutschland gibt es fast 1000 Neuansteckungen.

Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Millionen gestiegen. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Doch gehen Forscher von viel höheren tatsächlichen Fallzahlen aus, zumal nur in begrenztem Maße auf das Virus getestet wird und bis zu 40 Prozent aller Infizierten keine Symptome zeigen.

730.000 Menschen gestorben

Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit mehr als drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien. Weltweit sind laut Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 730.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen stand Ende Juni noch bei zehn Millionen und hat sich damit innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Neben den am meisten betroffenen Staaten breitete sich die Pandemie auch in Russland, Südafrika, Mexiko und mehreren Ländern Südamerikas weiter rasch aus.

966 neue Fälle in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Der Wert hatte in der vergangenen Woche am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen. Zuletzt war dies Anfang Mai der Fall gewesen.

Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Spahn sieht Lage unter Kontrolle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht: "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", sagte der CDU-Politiker. "Wenn wir uns jetzt auf einem bestimmten Niveau stabilisieren, dann können wir damit umgehen."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. August 2020 um 10:00 Uhr.

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