Ausschreitungen bei Protesten in Paris | Bildquelle: AFP

Ausschreitungen in Paris Klimademo wegen Randale beendet

Stand: 22.09.2019 00:53 Uhr

Am Rande einer Kundgebung für mehr Klimaschutz hat es in Paris zu Ausschreitungen gegeben. Gewaltbereite hatten sich unter die Teilnehmer der Demonstration gemischt - sie hatten zuvor an einer "Gelbwesten"-Demo teilgenommen.

Bei Protesten in Paris hat die Polizei mindestens 163 Menschen festgenommen. Fast 400 Menschen seien zudem verwarnt worden, weil sie in verbotenen Bereichen der Stadt protestierten, teilte die Polizei mit.

Die Ausschreitungen gab es am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz mit Tausenden Teilnehmern. Auf TV-Bildern waren brennende E-Tretroller und Mülltonnen zu sehen, laut Medien gingen auch Schaufensterscheiben zu Bruch. Sicherheitskräfte setzten in der südlichen Innenstadt Tränengas ein.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP gingen die gewaltbereiten Demonstranten zunächst zusammen mit den "Gelbwesten" auf die Straße und schlossen sich dann der Klimakundgebung an.

Ausschreitungen am Rande von Protesten in Paris | Bildquelle: AFP
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Ausschreitungen am Rande von Klima-Protesten in Paris: Die Polizei nahm mehr als 100 Menschen fest.

Tränengas auch bei "Gelbwesten"-Demo

Nach unabhängigen Schätzungen nahmen rund 15.000 Menschen an der Demonstration teil. Innenminister Christophe Castaner dankte den Sicherheitskräften. "Es wurden gewalttätige Menschen festgenommen und Ausschreitungen beendet", schrieb der Vertraute von Staatschef Emmanuel Macron auf Twitter.

Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim "Marsch für das Klima" von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren. Die Umweltweltorganisation Greenpeace rief Anhänger zum Verlassen der Demonstration auf. Unter den Gewalttätern, die sich unter die friedlichen Demonstranten gemischt hatten, waren laut Medien auch Vermummte.

Bei einem Protest Hunderter Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung setzte die Polizei in der Nähe der Prachtstraße Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ebenfalls Tränengas ein, wie französische Medien berichteten. Auf dem kilometerlangen Boulevard galt ein Demonstrationsverbot. Die Polizei setzte dabei mehr als 7000 Beamte ein.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. September 2019 um 07:00 Uhr.

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