Schifffahrtsbüro meldet Zunahme von Angriffen Mehr Piratenüberfälle vor Westafrika

Stand: 27.04.2016 16:35 Uhr

Zwar hat seit Jahresbeginn die Zahl der Piraten-Angriffe auf hoher See weltweit abgenommen, meldet das Internationale Schifffahrtsbüro. Massive Sorgen bereitet den Experten aber das Geschehen vor der Küste Westafrikas.

Das International Maritime Bureau (IMB) hat wegen vermehrter Piratenangriffe vor der Küste Westafrikas Alarm geschlagen. "Der derzeitige Anstieg der Entführungen ist Anlass zu großer Sorge", sagte IMB-Direktor Pottengal Mukundandas. Er bezeichnete die Gewalt im Golf von Guinea als inakzeptabel.

Demnach wurden im ersten Quartal in Nigeria und der Elfenbeinküste 44 Menschen entführt oder als Geiseln genommen. Zudem raubten bewaffnete Angreifer Ölladungen. Im vergangenen Jahr waren es nach IMB-Angaben insgesamt 28 Menschen.

Zahl der Attacken weltweit rückläufig

Weltweit sei die Zahl der Attacken jedoch zurückgegangen, hieß es. Von Januar bis März diesen Jahres sank die Zahl der gemeldeten Piratenangriffe laut IMB im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 54 auf 37. Vor allem in Südostasien habe sich die Situation verbessert: Dort seien in diesem Jahr bislang noch keine Piratenangriffe gemeldet worden.

Gleichwohl mahnten die Behörden Kapitäne in den Gewässern zwischen den südlichen Philippinen und Ost-Malaysia zu äußerster Vorsicht, nachdem es in der Region zuletzt drei Überfälle gegeben hatte.

Darstellung: