Ein Hubschrauber und Rettungswagen bergen verletzte Wanderer im Tatra-Gebirge  | Bildquelle: AP

Tatra-Gebirge Fünf Menschen bei Gewitter getötet

Stand: 23.08.2019 06:54 Uhr

Im polnisch-slowakischen Tatra-Gebirge hat es mindestens fünf Tote und mehr als 100 Verletzte bei einem Gewitter gegeben. Ursache sollen zahlreiche Blitzeinschläge auf einem Gipfel sein, der bei Kletterern beliebt ist.

Bei Blitzeinschlägen im polnisch-slowakischen Tatra-Gebirge sind mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Auf der polnischen Seite seien vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch zwei Kinder, berichtete eine Sprecherin der polnischen Luftrettung.

Der örtliche Chef der Rettungskräfte im polnischen Teil der Tatra teilte mit, zwei Rettungshubschrauber seien ausgesandt worden, um die Verletzten zu retten. Drei von ihnen seien auf die Intensivstation im Wintersportort Zakopane eingeliefert worden.

Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, wie Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte. Der Zustand einiger Verletzter sei wegen schwerer Verbrennungen oder Kopfverletzungen nach Stürzen sehr ernst.

Wetterumschwung überraschte viele Ausflügler

In der Slowakei kam ein weiterer Mensch ums Leben. Ein tschechischer Tourist sei auf dem Berg Banikov von einem Blitz getroffen worden und mehrere Hundert Meter tief abgestürzt, erklärte der slowakische Rettungsdienst.

Der Gipfel des Giewont-Bergs ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Familien und Bergsteigern. Es hatte zuvor offenbar einen plötzlichen Wetterumschwung gegeben, so dass das Gewitter zahlreiche Touristen im Tatra-Gebirge überraschte. Die Wetterbedingungen in dem Gebirge zwischen Polen und der Slowakei waren am Morgen zunächst gut, wurden jedoch im Laufe des Tages schlechter.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. August 2019 um 17:00 Uhr.

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