Touristinnen im Pariser Palais Royal | Bildquelle: IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc

Corona-Pandemie Paris und Côte d’Azur sind Risikogebiete

Stand: 24.08.2020 22:23 Uhr

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt für zwei Gebiete in Frankreich eine Reisewarnung ausgesprochen: die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris und die Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur.

Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur ausgesprochen. Beide Gebiete werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt.

In der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur liegen zahlreiche Urlaubsorte wie Nizza, Antibes oder Cannes. Auch vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Französisch Guyana wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Von Reisen in die übrigen französischen Überseegebiete, für die Einreisebeschränkungen bestehen, wird dringend abgeraten.

Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Kein Reiseverbot, aber abschreckende Wirkung

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es, Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Allerdings soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft und durch eine neue Regelung ersetzt werden. Entsprechende Vorschläge legten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern vor.

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