Nahaufnahme einer Asiatischen Riesenhornisse | Bildquelle: via REUTERS

Gefahr für Bienen "Mörderhornissen" erreichen USA

Stand: 06.05.2020 10:41 Uhr

Sie werden "Mörderhornissen" genannt, enthaupten Bienen, sind die größten ihrer Gattung - und können auch Menschen gefährlich werden: Erstmals sind im Nordwesten der USA Asiatische Riesenhornissen entdeckt worden.

Bis zu fünf Zentimeter groß kann die Vespa mandarinia werden - die Asiatische Riesenhornisse, die vor allem für Honigbienen gefährlich und eigentlich nicht in den USA beheimatet ist.

Genau dort wurden im Nordwesten aber erstmals einige Exemplare gesichtet, wie das Agrarministerium des Bundesstaates Washington nun mitteilte. Die Tiere seien bereits im Winter 2019 nahe Blaine und Bellingham an der Grenze zu Kanada gefunden worden. Zuvor habe es im Herbst auf der kanadischen Seite einige Sichtungen gegeben.

Die Insekten werden auch "Mörderhornissen" genannt. Wenige Exemplare reichen den Angaben zufolge aus, um binnen Stunden einen gesamten Bienenstock zu zerstören - die Eindringlinge enthaupten dabei ihre Beute.

Zwei in einer Falle in den USA gefangene Asiatische Riesenhornissen. | Bildquelle: via REUTERS
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Zwei in einer Falle in den USA gefangene Asiatische Riesenhornissen.

Längerer Stachel, stärkeres Gift

Dem Agrarministerium Washingtons zufolge ist die Vespa mandarinia die größte Hornissenart der Welt. In der Regel greife sie Menschen nicht an, könne dies aber tun, wenn sie sich bedroht fühle.

Der Stachel der Asiatischen Hornisse sei länger und ihr Gift toxischer als das von Bienen. Sie könne mehrfach zustechen und wegen allergischer Reaktionen auch für Menschen gefährlich sein. Vor allem Mehrfachstiche könnten lebensgefährliche Auswirkungen haben. Laut "New York Times" gibt es in Japan jedes Jahr rund 50 Tote durch die Stiche der Hornisse.

Wie die Exemplare nach Nordamerika gelangten, ist unklar. Sie seien möglicherweise an Bord eines Schiffes eingeschleppt worden, hieß es.

Jetzt Ausbreitung verhindern - oder vielleicht nie

Um eine Ausbreitung zu verhindern und die heimischen Bienen zu schützen, werdem laut der "New York Times" nun spezielle Fallen eingesetzt. "Dieses ist unsere Gelegenheit, um zu verhindern, dass sie sich hier ansiedeln. Wenn wir das in den nächsten Jahren nicht schaffen, wird es uns wahrscheinlich gar nicht gelingen", zitiert die Zeitung den Insektenforscher Chris Looney.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Nova am 06. Mai 2020 um 10:00 Uhr.

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