US-Präsident Trump. | Bildquelle: AP

Medienberichte Festnahme nach Rizin-Brief an Trump

Stand: 21.09.2020 05:06 Uhr

Nachdem die Poststelle des Weißen Hauses einen Brief mit dem Gift Rizin an US-Präsident Trump abgefangen hat, gab es nun eine Festnahme. Eine Frau wurde Medienberichten zufolge bei der Einreise aus Kanada aufgegriffen.

Nachdem ein Brief mit dem Gift Rizin ans Weiße Haus geschickt wurde, ist laut Medienberichten die mutmaßliche Absenderin festgenommen worden. Die Frau habe versucht, von Kanada in die USA einzureisen, berichtete der Nachrichtensender CNN. Sie habe eine Waffe bei sich gehabt, hieß es unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Auch der Sender NBC berichtete von der Festnahme.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Brief an US-Präsident Donald Trump adressiert gewesen und diese Woche abgefangen worden sei. Die "New York Times" schrieb bereits vor der Festnahme, dass der Umschlag nach Erkenntnissen von Ermittlern aus Kanada gekommen sei und nach einer Frau gefahndet werde.

Auch Briefe an Obama und Bloomberg in der Vergangenheit

Mit dem hochgiftigen Rizin versehene Briefe waren bereits 2013 an Präsident Barack Obama und den damaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg geschickt worden. Die gesamte Post für das Weiße Haus wird laut CNN inzwischen an einem anderen Ort sortiert und geprüft, bevor sie den Sitz des US-Präsidenten erreicht. Rizin kann schon in geringen Mengen tödlich sein.

2018 wurde ein Veteran der US-Marine festgenommen und gestand, einen Brief an Trump und Mitglieder seiner Regierung verschickt zu haben, der eine Substanz enthielt, aus der Rizin gewonnen wird. Die Briefe wurden abgefangen und niemand wurde verletzt. 2014 wurde ein Mann aus Missippi zu 25 Jahren Haft verurteilt, nachdem er Briefe mit Rizinstaub an den früheren Präsidenten Barack Obama geschickt hatte.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 21. September 2020 um 06:15 Uhr.

Darstellung: