Zwischenfall mit Nordkorea Fischer greifen russische Soldaten an

Stand: 26.09.2019 13:37 Uhr

Das Verhältnis zwischen Russland und Nordkorea gilt als vergleichsweise gut. Durch einen Zwischenfall im Japanischen Meer (Ostmeer) könnte es jetzt belastet werden. Nordkoreanische Fischer griffen dort offenbar russische Grenzschützer an.

Im Japanischen Meer (Ostmeer) hat es offenbar eine Auseinandersetzung zwischen russischen Grenzschützern und Fischern aus Nordkorea gegeben. Russische Nachrichtenagenturen und örtliche Medien berichten unter Berufung auf den Geheimdienst FSB, russische Grenzschützer hätten zwei Schoner und elf Motorboote aus dem Nachbarland beim illegalen Fischen ertappt.

Nachdem zunächst ein nordkoreanisches Boot festgesetzt worden sei, habe ein zweites das Feuer eröffnet. Drei russische Grenzsoldaten seien verwundet, mehr als 80 Nordkoreaner festgenommen worden. Laut FSB ereignete sich der Vorfall in Russlands ausschließlicher Wirtschaftszone vor der Küste der Region Primorje.

Experten: Nordkoreas Führung drängt Fischer

Der Nachrichtenagentur RIA zufolge bestellte das russische Außenministerium einen ranghohen nordkoreanischen Diplomaten wegen des Vorfalls ein. Nordkorea ist international weitgehend isoliert, die Beziehungen zu Russland gelten im Allgemeinen aber als freundschaftlich. Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten sich im April erstmals zu einem Vier-Augen-Gespräch getroffen.

Im Japanischen Meer (Ostmeer), an dem neben Nordkorea und Russland auch Japan und Südkorea liegen, gibt es immer wieder Streit um Fischereirechte. Nach Angaben von Experten drängt die nordkoreanische Führung Fischer dazu, in der Hoffnung auf größeren Fang immer weiter auf das Meer hinauszufahren. Die Versorgung der Menschen in Nordkorea mit Lebensmitteln ist schlecht.

Darstellung: