Eine Sicherheitskraft vor dem russischen Konsulat in Seattle (Symbolfoto). | Bildquelle: picture alliance/AP Photo

Kongress-Delegation Russland verweigert US-Senatoren Einreise

Stand: 28.08.2019 03:30 Uhr

Zwei US-Senatoren - ein Demokrat und ein Republikaner - beklagen, dass Russland ihnen ein Visum verweigert habe. Sie wollten das Land als Teil einer Kongress-Delegation besuchen.

Russland will zwei US-Senatoren offenbar nicht ins Land lassen. Der Senator von Connecticut, Chris Murphy teilte mit, sein Visumantrag sei abgelehnt worden.

Wie dem Demokraten erging es eigenen Angaben zufolge auch seinem republikanischen Kollegen Ron Johnson aus Wisconsin. Beide wollten Russland als Teil einer überparteilichen Kongressdelegation besuchen.

Der demokratische US-Senator Chris Murphy (m.) spricht mit Journalisten. | Bildquelle: AP
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Der demokratische US-Senator Chris Murphy ist einer der beiden Senatoren, denen Russland kein Visum erteilt hat.

Der republikanische US-Senator Ron Johnson | Bildquelle: AP
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Dem republikanischen US-Senator Ron Johnson ist es ebenso ergangen.

"Affront"

Murphy ist Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Senat. Er bezeichnet sich selbst als "harter Kritiker" Russlands. Es sei misslich, dass die Regierung in Moskau ihr Land "weiter isoliert", indem sie Besuche von ihm und anderen blockiere, schrieb er in einer Mitteilung. Dabei "ist es wichtig, am Dialog festzuhalten, gerade in Momenten der Spannung."

Der Republikaner Johnson erklärte, er werde weiter klar und deutlich gegen Russland Stellung beziehen: "Ungeachtet dieses Affronts werde ich mich für eine starke und nachdrückliche Antwort auf die russische Aggression einsetzen - und für einen offenen Dialog, wann immer es möglich ist." Er hatte erklärt, in Russland unter anderem mit etlichen Regierungsvertretern, Vertretern von US-Firmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen sprechen zu wollen.

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