Schlamm und Geröll liegen auf der Pinzgauer Straße B311 nach einem Murenabgang zwischen Schwarzach und Lend | Bildquelle: dpa

Österreich und Italien Entspannung ja, Entwarnung nein

Stand: 18.11.2019 14:00 Uhr

Tagelang hat es in Österreich und Italien heftig geregnet und geschneit - die Gefahr von weiteren Erdrutschen und Lawinen ist groß. Zwar hat sich das Wetter etwas beruhigt, schon morgen aber drohen neue Niederschläge.

Heftige Schneefälle, Schlammlawinen und Hochwasser sorgen in Teilen Tirols weiter für Chaos. In der Salzburger Gemeinde Bad Gastein begrub eine Schlammlawine in der Nacht zwei Häuser unter sich. Eine Bewohnerin konnte von der Feuerwehr schnell in Sicherheit gebracht werden, die zweite nach etwa zwei Stunden. "Wir waren wirklich froh, dass wir die zwei Personen lebend rausgebracht haben. Das war schwerste Arbeit, die Muren sind immer nachgekommen und die Frauen haben geschrien. Das war wirklich ein wahres Drama", sagte Herbert Stöckl von der Feuerwehr Bad Gastein.

Die teilweise enormen Niederschläge des Wochenendes halten die Einsatzkräfte weiter auf Trab. In Salzburg aber auch in Kärnten gilt in einigen Gemeinden Zivilschutzalarm - wegen Hochwassers und Hangrutschgefahr. In Bad Kleinkirchheim in Kärnten wurde ein Haus von einem Hangrutsch teilweise weggerissen, der Bewohner kam ums Leben.

Extremer Schnee und Hochwasser in Österreich
tagesschau 12:00 Uhr, 18.11.2019, Michael Mandlik, ARD Wien

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Behörden besorgt über Lawinengefahr

Vor allem in Kärnten und in Osttirol sind noch einige Orte von der Außenwelt abgeschnitten, die Anwohner wurden aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Schulen und Kindergärten blieben vielerorts geschlossen. Die vorübergehende Wetterberuhigung nutzen die Einsatzkräfte nun, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Sorge bereitet den Behörden vor allem die große Lawinengefahr - in Teilen Tirols aber auch in Salzburg gelten hohe Warnstufen.

Am Sonntag hatte eine Lawine im hinteren Stubaital einen mit sechs Menschen besetzten Kleinbus erfasst. Die deutschen Insassen hatten viel Glück, konnten sich befreien und blieben unverletzt. Wegen der Lawine musste aber die Zufahrtsstraße in beide Richtungen gesperrt werden, etwa 250 Menschen sind weiter eingeschlossen. Auch für anreisende Touristen gibt es derzeit kein Durchkommen.

Andernorts machen den Menschen steigende Flusspegel zu schaffen. Zwar hat sich das Wetter in den betroffenen Gebieten inzwischen etwas beruhigt. Für Dienstag ist aber neuer Regen angesagt - ein Problem vor allem deshalb, weil die Böden mittlerweile kaum noch Wasser aufnehmen können. Meterologe Manfred Bauer sagte dem ORF: "In Malnitz etwa fielen 90 Liter pro Quadratmeter - da wurde der durchschnittliche November-Wert innerhalb von 24 Stunden erreicht." Beim Loiblpass in Kärnten seien seit Anfang November 650 Liter pro Quadratmeter gefallen - das entspreche dem Jahresniederschlag.

Wetterlage Österreich aktuell
Srdjan Govedarica, ARD Wien
18.11.2019 12:50 Uhr

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Lage im Nordosten Italiens weiter angespannt

Auch im italienischen Südtirol ist die Situation in einigen Regionen noch angespannt, vor allem wegen Muren- und Lawinenabgängen. Nach Einschätzung des Landesmeteorologen aber dürfte sich die Lage insgesamt etwas beruhigen.

Schnee und abgebrochene Ąste liegen neben einem Haus
galerie

In Teilen Südtirols herrscht noch Schneechaos, etwa in Martell.

Ein Dorf wurde von einer Lawine getroffen, Menschen wurden nicht verschüttet. Andere Regionen Italiens sind noch in Alarmbereitschaft, vor allem der Nordosten des Landes und die Toskana. Doch auch hier hat sich die Gefahr durch überlaufende Flüsse etwas beruhigt. In der Provinz Pisa wurden Brücken und zahlreiche Straßen wieder für den Verkehr freigegeben.

Niedriger Pegelstände für Venedig erwartet

In der Lagunenstadt Venedig ist nach Tagen des dramatischen Hochwassers etwas Entspannung in Sicht. Die Kommune teilte mit, dass sie in der nächsten Zeit bedeutend niedrigere Pegelstände erwarte. Die Schulen sind wieder in Betrieb, auch der Dogenpalast ist geöffnet.

Wetterlage in Italien entspannt sich leicht
Elisabeth Pongratz, ARD Rom
18.11.2019 12:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2019 um 12:00 Uhr.

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