Paul Manafort mit Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung | Bildquelle: REUTERS

Trumps Ex-Wahlkampfleiter Mueller fordert 24 Jahre Haft für Manafort

Stand: 08.03.2019 07:36 Uhr

Hat Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager bei seinen Aussagen zu den Russland-Ermittlungen gelogen? Ja, meint Sonderermittler Mueller und fordert eine hohe Haft- und Geldstrafe für Manafort.

Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort könnte bis zu 24 Jahre Haft erhalten. Das fordert zumindest der US-Sonderermittler Robert Mueller. Seine Einschätzung stimmt mit der des Justizministeriums überein. Das kommt zu der Auffassung, dass Manafort zwischen 235 und 293 Monate ins Gefängnis solle. Außerdem ist eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 22 Millionen Euro im Gespräch.

US-Sonderermittler Robert Mueller verlässt ein Gebäude | Bildquelle: AFP
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US-Sonderermittler Mueller fordert ein hartes Vorgehen gegen Manafort.

Manafort hatte sich zunächst im Rahmen einer Vereinbarung der Verschwörung gegen die USA und der Zeugenbeeinflussung schuldig bekannt. Im Gegenzug ließen die Strafverfolger mehrere andere Anklagepunkte fallen. Ihm drohte im Zuge dieses Deals nur noch eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.

Manafort - Schuldig im ersten Prozess

Der Ex-Lobbyist war im vergangenen August in einem ersten Prozess wegen Steuer- und Bankenbetrugs im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine schuldig gesprochen worden. Die Strafmaßverkündung in diesem Verfahren steht noch aus und soll am 13. März erfolgen. Manafort schloss eine Kooperationsvereinbarung mit Mueller, um einem zweiten Prozess zu entgehen.

Eine Bundesrichterin war nun aber zu dem Schluss gekommen, dass Manafort die Ermittler wiederholt belogen und damit gegen die Kooperationsvereinbarung verstoßen habe. Der frühere Wahlkampfchef Trumps war eine Schlüsselfigur in den Ermittlungen Muellers.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. Februar 2019 um 11:03 Uhr.

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