SpaceX-Raketenflug "Die Falken sind gelandet"

Stand: 12.04.2019 09:13 Uhr

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seine Schwerlastrakete "Falcon Heavy" erfolgreich zu ihrem ersten kommerziellen Flug ins All geschickt. Alle drei Antriebssysteme landeten wieder sicher.

Zum ersten Mal hat das Raumfahrtunternehmen SpaceX die alle drei Antriebseinheiten - die sogenannten Booster - einer Schwerlastrakete erfolgreich landen können. Die Rakete selbst startete zu ihrem ersten kommerziellen Flug. Am frühen Donnerstagabend hob die "Falcon Heavey" mit einem Kommunikationssatelliten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, gab das Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk per Twitter bekannt.

Der rund 6500 Kilogramm schwere Telekommunikationssatellit "Arabsat 6a" soll laut NBC-Bericht Fernseh-, Internet- und Mobilfunkdienste für den Nahen Osten, Afrika und Europa bereitstellen.

Normalerweise schickt SpaceX "Falcon 9"-Raketen ins All - für die Falcon-Heavy werden drei Raketen dieses Typs "zusammengeschnürt". Dadurch entsteht die stärkste Rakete, die es derzeit gibt, mit insgesamt 27 Triebwerken.

Ihren ersten Testflug hatte die "Falcon Heavy" vor gut einem Jahr, am 6. Februar 2018. Sie hatte einen roten Tesla-Sportwagen mit an Bord. Damals landeten allerdings nur die zwei Seitenbooster wieder sicher auf der Erde, die dritte Antriebseinheit stürzte in den Ozean. SpaceX arbeitet auch mit der US-Raumfahrtbehörde NASA zusammen.

"Die Falken sind gelandet"

Tesla-Chef Elon Musk schrieb auf Twitter "Die Falken sind gelandet". Zahlreiche Einheimische und Touristen beobachteten Start und Landung von verschiedenen Aussichtspunkten aus. Acht Minuten nach dem Start landeten zwei Booster am Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Der dritte landete zwei Minuten später auf einer Ozeanplattform Hunderte Meilen von der Küste entfernt.

Weiterer Testflug noch in diesem Jahr

SpaceX plant einen weiteren Flug einer "Falcon Heavy" noch in diesem Jahr. Die gelandeten Booster können recycelt und für den Flug wiederverwertet werden. Bevor SpaceX anfing, zu recyceln, wurden Booster im Ozean entsorgt. Die Firma will so die Kosten für Raketenstarts senken.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. April 2019 um 08:00 Uhr.

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