Ein Sarg wird auf den Friedhof von Madrid gebracht | Bildquelle: AFP

Corona-Pandemie Spanien meldet mehr Todesopfer als China

Stand: 25.03.2020 14:20 Uhr

3434 Menschen sind in Spanien bislang an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Weltweit meldet nur Italien noch mehr Todesfälle. Die Behörden in Madrid hoffen, dass der Höhepunkt der Epidemie bald erreicht ist.

Trotz aller Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat nun auch Spanien mehr Todesfälle gemeldet als China. Bis Mittwochmittag sei die Zahl der Toten auf 3434 gestiegen, nach knapp 2700 am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden in Madrid mitteilten.

Nach Italien ist Spanien damit das zweite Land, das China in der Opferzahl überholt hat. In China - wo die Corona-Pandemie ihren Ursprung hatte - lag die Zahl am Mittwoch bei rund 3150. Inwieweit die offizielle Statistik des kommunistisch regierten Landes aber die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Lage in Spanien spitzt sich zu
tagesthemen 22:30 Uhr, 25.03.2020, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Mehr als die Hälfte der Todesfälle in Madrid

Allein in Madrid, dem Epizentrum der Epidemie in Spanien, stieg die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden um fast 300 auf mehr als 1800. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden somit in der Hauptstadt verzeichnet.

Nochmals deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Infizierten - auf 47.600 und damit fast 8000 mehr als noch am Dienstag. 5300 Patienten sind landesweit aber bereits wieder gesund.

Auch Spaziergänge sind in Spanien verboten

In Spanien gelten massive Beschränkungen, die die weitere Ausbreitung des Virus eindämmen sollen. Die knapp 47 Millionen Einwohner dürfen seit dem 15. März nur noch in wenigen Ausnahmefällen das Haus verlassen, etwa zum Einkaufen. Die Maßnahmen sind deutlich weitreichender als etwa in Deutschland. Auch Joggen oder Spaziergänge sind verboten.

Die Behörden hoffen, dass der Höhepunkt der Krise dank der strengen Maßnahmen schon diese Woche erreicht wird. Der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, versuchte die Bevölkerung zu beruhigen: "Die Zahl der Todesfälle nimmt zu, aber der prozentuale Anstieg hat sich stabilisiert." Das bedeute, dass Spanien nicht mehr weit vom nationalen Höhepunkt der Krise entfernt sei.

Um die Krankenhäuser zu entlasten wurde auf dem Messegelände in Madrid eine improvisierte Klinik eingerichtet. | Bildquelle: dpa
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Um die Krankenhäuser zu entlasten, wurde auf dem Messegelände in Madrid eine improvisierte Klinik eingerichtet.

Berichte über Verstöße häufen sich

Viele Krankenhäuser - speziell in Madrid - sind aber bereits am Limit. So werden das Messezentrum Ifema und mehrere Hotels seit Tagen als Krankenhäuser genutzt, um die Patienten überhaupt noch behandeln zu können. Wegen der vielen Todesfälle musste zudem die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert werden, weil die Bestattungsunternehmen völlig überlastet sind.

Die strikten Ausgangsbeschränkungen gelten seit dem 15. März und sollten zunächst 15 Tage gelten. Am Nachmittag wird das Parlament darüber abstimmen, ob sie verlängert werden. Allerdings häufen sich die Berichte über Verstöße gegen die weitgehende Ausgangssperre. Nach nun anderthalb Wochen werden viele Menschen offenbar ungeduldig und wollen wieder öfter vor die Tür.

Coronavirus: Spanien meldet mehr Todesopfer als China
Oliver Neuroth, ARD Madrid
25.03.2020 14:47 Uhr

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Mit Informationen von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. März 2020 um 14:00 Uhr.

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