US-Senatorin Cindy Hyde-Smith | Bildquelle: dpa

Mississippi Republikanerin gewinnt Stichwahl

Stand: 28.11.2018 06:29 Uhr

Bei der Stichwahl um den Senatssitz im US-Bundesstaat Mississippi hat die Republikanerin Hyde-Smith gewonnen. Die von US-Präsident Trump unterstützte Senatorin sorgte im Vorfeld mit rassistischen Äußerungen für Wirbel.

Die US-Republikaner um Präsident Donald Trump haben Medienberichten zufolge die Stichwahl in Mississippi gewonnen und damit ihre Mehrheit im Senat in Washington ausgebaut. Die umstrittene Kandidatin der Konservativen, Cindy Hyde-Smith, setzte sich am Dienstagabend gegen den afroamerikanischen Demokraten Mike Espy durch, wie die Sender NBC News und Fox News berichteten.

Umstrittene Äußerung im Wahlkampf

Damit haben die Republikaner im Senat künftig 53 Sitze und die Demokraten 47. Hyde-Smith hatte mit einer Bemerkung für Wirbel gesorgt, die viele Beobachter als rassistisch werteten. Sie sagte über einen Unterstützer: "Wenn er mich zu einem öffentlichen Aufhängen einladen würde, wäre ich in der ersten Reihe." Ein Video hatte den Vorfall festgehalten.

US-demokrat Mike Espy | Bildquelle: AP
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Hyde-Smitz setzte sich gegen den Demokraten Mike Espy durch.

Die 59-Jährige entschuldigte sich später für die Äußerung, erklärte aber gleichzeitig, dass die Demokraten diese zu einer "politischen Waffe" gegen sie gemacht hätten. In Mississippi hatte es etliche Lynchmorde an Schwarzen gegeben.

Hyde-Smith, die als große Unterstützerin Trumps gilt, ist die erste Frau, die in Mississippi in den Senat gewählt wurde. Der US-Präsident war am Montag in den südlichen Bundesstaat geflogen, um Wahlkampf für sie zu machen. Die 59-Jährige hatte den Sitz bereits kommissarisch seit April inne. Der Gouverneur des Bundesstaates, Phil Bryant, ernannte sie für den Posten, weil der bisherige Amtsinhaber Thad Cochran aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Republikaner bauen Senatsmehrheit aus

Bei der Kongresswahl am 6. November kandidierten insgesamt vier Bewerber in dem Rennen. Keiner kam auf die notwendige Mehrheit, weswegen es nun zur Stichwahl kam. Trumps Republikaner hatten bei den Wahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren, ihre Kontrolle im Senat aber verteidigen können. Hyde-Smith war in dem konservativen Bundesstaat klare Favoritin. Eine Niederlage wäre eine schwere Schlappe für Trump gewesen.

Die Kammer ist unter anderem für Personalentscheidungen verantwortlich. Wenn Trump einen Minister oder Botschafter ernennt, muss dieser vom Senat bestätigt werden. Im Repräsentantenhaus wiederum haben die Demokraten nach dem derzeitigen Stand eine Mehrheit von 39 Sitzen. Ein Rennen ist noch offen.

Anm. d. Red.: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, Hyde-Smith habe von der Einladung zu einer öffentlichen Hinrichtung gesprochen. Tatsächlich hatte Hyde-Smith die Formulierung "public hanging" benutzt - zu deutsch "Aufhängen". Wir haben den Beitrag entsprechend korrigiert.

Sitz in Mississippi geht an Republikanerin
Sebastian Schreiber, ARD Washington
28.11.2018 07:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. November 2018 um 06:15 Uhr.

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