Ein Mann geht durch einen dunklen Laden in der Hauptstadt von Honduras. | Bildquelle: REUTERS

Problem im Verbindungsnetz Massiver Stromausfall in Mittelamerika

Stand: 17.09.2019 08:22 Uhr

Kein Strom und teilweise auch kein Wasser mehr: Gleich in vier Ländern Mittelamerikas hat es einen Stromausfall gegeben. Schuld war ein Fehler im Verbindungsnetz, der aber inzwischen weitgehend behoben werden konnte.

Ein massiver Stromausfall in Mittelamerika hat für weitreichendes Chaos gesorgt. Von mindestens vier Ländern war Honduras am schwersten betroffen: Dort brach am Montag praktisch im gesamten Staatsgebiet über Stunden hinweg die Elektrizitätsversorgung zusammen. Honduras hat rund neun Millionen Einwohner. Allein in der Hauptstadt Tegucigalpa fielen mehr als 600 Ampeln aus, der Verkehr kam zum Erliegen.

Mancherorts auch kein Wasser mehr

Teilausfälle in der Stromversorgung gab es zudem in Nicaragua, El Salvador und Guatemala. In Nicaragua waren neben der Hauptstadt Managua viele Provinzen betroffen, wie der Präsident des staatlichen Energieunternehmens Enatrel, Salvador Mansell, sagte. Das Land hat rund 600.000 zahlende Stromkunden. In Teilen Managuas fiel auch das Internet und die Wasserversorgung aus.

Das Problem rühre von einer Überlastung an einem Umspannwerk an der Karibikküste, erklärte Leonardo Deras vom staatlichen Energieversorger in Honduras. Am Nachmittag (Ortszeit) wurde die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt. Inzwischen gibt es kaum mehr Probleme. Honduras, Nicaragua, El Salvador, Guatemala sowie Costa Rica und Panama teilen sich ihr Stromnetz seit Ende der 1980er-Jahre.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. September 2019 um 06:45 Uhr in den Nachrichten.

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