Ein LKW und ein Reisebus stehen in Großbritannien im Hochwasser

Überschwemmungen nach "Dennis" Britische Regierung gerät unter Druck

Stand: 18.02.2020 02:37 Uhr

Regen, Überschwemmungen - und noch immer keine Entspannung in Sicht: In Großbritannien hat der Wetterdienst nach Sturm "Dennis" erneut Hunderte Warnungen herausgegeben. Derweil wird Kritik an der Regierung laut.

In Großbritannien wird das Hochwasser-Risiko nach Sturm "Dennis" Experten zufolge noch Tage bestehen bleiben. Der Wetterdienst warnte vor schweren Überschwemmungen in Mittelengland und vor Lebensgefahr. Für England gab er 221 Warnungen heraus, für Wales 24 und für Schottland 12. Mehr als 1000 Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen. Zahlreiche Straßen und Bahnstrecken waren gesperrt. In der Grafschaft Worcestershire entdeckte die Polizei die Leiche einer Frau, die mit dem Auto in die Wassermassen geraten war.

Für Flüsse in Nordengland prognostizierten Meteorologen weiter steigende Wasserstände. In York wurden mehr als 4000 Sandsäcke aufgeschichtet, während der Fluss Ouse weiter anschwoll. Sein Höchststand wird für Dienstag erwartet.

Orkantief "Dennis" hinterlässt schwere Schäden
tagesschau 20:00 Uhr, 17.02.2020, Sven Lohmann, ARD London

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Regierung in der Kritik

Angesichts der bedrohlichen Lage wird inzwischen auch scharfe Kritik am Krisenmanagement der Regierung laut. Die oppositionelle Labour-Partei hinterfragte, warum Premier Boris Johnson nicht den nationalen Krisenstab "Cobra" einberufen habe. Dies hatte er zum Beispiel bei einem Unwetter im November - vor seiner Wahl - veranlasst.

"Wir haben getan, was wir tun konnten", sagte hingegen George Eustice, seit einigen Tagen der neue Umweltminister Großbritanniens, dem Nachrichtensender Sky News. Am Ausmaß der Schäden sei die "Natur des Klimawandels" schuld, das Wetter werde immer extremer. "Wir werden niemals jeden einzelnen Haushalt schützen können." In Großbritannien findet im November die 26. UN-Klimakonferenz statt.

600 Warnungen an einem Tag

Der Sturm hatte am Wochenende enorme Regenmengen mitgebracht. In einigen Regionen regnete es an einem Tag so viel wie sonst im Monatsdurchschnitt. Besonders betroffen war der Süden von Wales, wo viele Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht wurden. Zeitweise hatte dort am Sonntag die höchste Alarmstufe gegolten. Da erst eine Woche zuvor Sturm "Ciara" mit viel Regen durch das Land gezogen war, waren die Böden schon gefährlich aufgeweicht. Das britische Rote Kreuz mahnte, die Bevölkerung solle sich "auf das Schlimmste" gefasst machen.

Der Sturm war mit einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als 140 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt. Hunderte Flüge fielen aus. Betroffen waren Zehntausende Passagiere der Airline Easyjet, auch British Airways musste etliche Flüge absagen. In England hatten die Behörden am Sonntag etwa 600 Hochwasserwarnungen herausgegeben. Nie zuvor wurden der Umweltagentur zufolge an einem einzigen Tag in dem britischen Landesteil so viele Warnungen veröffentlicht.

"Dennis" hat Großbritannien fest im Griff
Andre Seifert, ARD London
17.02.2020 18:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Februar 2020 um 17:15 Uhr.

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