Demonstranten in Khartum in einem Autokorso mit sudanesischer Flagge | Bildquelle: AFP

Sudan Parteien einigen sich auf Verfassung

Stand: 03.08.2019 04:01 Uhr

Im Sudan haben sich der Militärrat und die Opposition auf eine neue Verfassungserklärung geeinigt. Sie soll am Sonntag unterzeichnet werden. Der Durchbruch gelang dank der Vermittlungen der Afrikanischen Union.

Im Sudan haben sich Opposition und Militär sich nach Medienberichten auf Verfassungsänderungen geeinigt. Nach langwierigen Verhandlungen sei eine Einigung in den meisten Punkten erzielt worden, sagte Verhandlungsleiter Ibrahim Al-Amin nach Angaben der Agentur Suna.

Die ausgehandelte Verfassungserklärung werde am kommenden Sonntag feierlich unterzeichnet, hieß es auf der Twitter-Seite der Staatsagentur.

Einigung nach Massenprotesten

Im April war Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt worden. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in Khartum vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.

Im Juli hatten sich das Militär und die zivile Opposition dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung geeinigt, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll. Die Afrikanischen Union vermittelt in den Verhandlungen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. August 2019 um 05:00 Uhr.

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