Militärmanöver zwischen USA und Südkorea | Bildquelle: dpa

Diplomatische Offensive USA und Südkorea stellen Großmanöver ein

Stand: 06.03.2019 07:57 Uhr

Die USA und Südkorea wollen künftig auf ihre gemeinsamen Großmanöver im Frühjahr verzichten. Stattdessen würden kleinere Übungen geplant. Mit diesem Schritt soll die Beziehung zu Nordkorea verbessert werden.

Die USA und Südkorea haben das Ende ihrer gemeinsamen Großmanöver angekündigt. Die jährlichen Übungen "Key Resolve" und "Foal Eagle" werden eingestellt, wie das Pentagon mitteilte. Darauf hätten sich US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan und sein südkoreanischer Kollege Jeong Kyeong Doo in einem Telefonat geeinigt. Nach Angaben aus Seoul sind stattdessen kleinere Übungen geplant. 

Die Entscheidung solle die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms unterstützen und zum Abbau der militärischen Spannungen beitragen, erklärte das südkoreanische Verteidigungsministerium.  Die USA und Südkorea halten seit Jahren gemeinsame Militärmanöver ab. Nordkorea betrachtet diese als Provokation und Vorbereitung einer Invasion.

Trump nach Gipfel um bessere Beziehung bemüht

"Foal Eagle" war das größte gemeinsame Manöver der beiden Verbündeten. In der Vergangenheit beteiligten sich 200.000 südkoreanische Soldaten und rund 30.000 US-Einsatzkräfte daran. Die Übung "Key Resolve" wurde größtenteils am Computer simuliert.

Die Ankündigung zur Beendigung der Militärmanöver erfolgte kurz nach dem zweiten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auch wenn es bei dem Treffen in Hanoi keinen Durchbruch gab, ist der US-Präsident weiter um eine Verbesserung der Beziehungen zu Nordkorea bemüht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. März 2019 um 06:00 Uhr.

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