Bundesaußenminister Heiko Maas. | Bildquelle: dpa

Maas zu Syrien Mehr Geld und ein Appell

Stand: 29.12.2019 02:20 Uhr

Deutschland will laut Außenminister Maas weitere Millionen für syrische Flüchtlinge bereitstellen. Mit Blick auf die humanitäre Lage in der Region Idlib forderte er ein Ende der Kämpfe. 235.000 Menschen sind auf der Flucht.

Durch die Angriffe auf die syrische Region Idlib sind laut UN 235.000 Zivilisten vertrieben worden. Angesichts ihrer katastrophalen Situation hat Außenminister Heiko Maas ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert.

"Die humanitäre Situation in Idlib ist ohnehin schon katastrophal und verschärft sich durch die Kämpfe immer weiter", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Zehntausende sind auf der Flucht, unter schwersten Bedingungen, mitten im Winter. Es braucht ein sofortiges Ende der Angriffe und eine dauerhafte Waffenruhe", forderte der SPD-Politiker.

Zahlreiche Syrer suchen Zuflucht im Flüchtlingslager al-Dana
tagesschau 20:00 Uhr, 28.12.2019, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Mehr Mittel für grenzüberschreitende Hilfe

Maas kündigte an, dass Deutschland weitere sieben Millionen Euro für ein UN-Programm für grenzüberschreitende humanitäre Hilfe für Syrien bereit stellen werde.

Eine Verlängerung des Hilfsprogramms über den 10. Januar 2020 hinaus scheiterte kürzlich am Veto von Russland und China im UN-Sicherheitsrat. Deutschland ist laut Funke Mediengruppe mit knapp 27 Millionen Euro im laufenden Jahr neben Großbritannien größter Einzahler in das Programm. Maas rief zur Verlängerung der Resolution auf, nur so sei lebensnotwendige Hilfe weiterhin zu leisten. 

Flüchtlinge verlassen in voll bepackten Fahrzeugen die Region Idlib. | Bildquelle: AP
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Flüchtlinge verlassen in voll bepackten Fahrzeugen die Region Idlib.

Verstärkte Angriffe

Anfang Dezember hatten Syrien und Russland ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib massiv verstärkt. Die Regierungen in Moskau und Damaskus bestreiten den Vorwurf einer wahllosen Bombardierung von Zivilisten und betonen, sie kämpften gegen militante Islamisten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angesichts der schweren Angriffe vor einer neuen Flüchtlingskrise für Europa gewarnt. Die Militäroperation hatte bereits im April begonnen. Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die Region wieder unter seine Kontrolle bringen.

Außenminister Maas fordert Ende der Kämpfe in Idlib
Claudia Plaß, ARD Berlin
29.12.2019 10:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 29. Dezember 2019 um 03:00 Uhr, 04:00 Uhr und 05:00 Uhr in den Nachrichten.

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