Archivbild: Ein israelischer F15-Jet bei einer Präsentation | Bildquelle: AFP

Israel greift Syrien an Bombardements gegen "Killerdrohnen"

Stand: 25.08.2019 13:13 Uhr

Israelische Kampfflugzeuge haben iranische Stellungen in Syrien angegriffen, um einen Drohnenangriff zu verhindern. Drei Kämpfer wurden offenbar getötet. Im Libanon sollen indes zwei israelische Drohnen niedergegangen sein.

Israel hat nach Armeeangaben iranische Ziele in Syrien angegriffen. Der Militäreinsatz habe Einheiten der Al-Quds-Brigade sowie schiitischen Milizen gegolten, die seit ein paar Tagen an einem Plan gearbeitet hätten, Ziele in Israel von Syrien aus mit bewaffneten Drohnen anzugreifen, teilte das israelische Militär mit. Ein Militärsprecher sagte, "Killerdrohnen" mit Sprengsätzen sollten Nordisrael treffen.

Zum zweiten Mal in wenigen Tagen habe Teheran versucht, diesen Plan auszuführen. Israel habe das mit Kampfjets verhindert. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bezeichnete den Luftangriff bei Twitter als "groß angelegten operativen Einsatz". Zudem schrieb er, Iran habe nirgendwo Immunität und zitierte eine Zeile aus dem Talmud: "Wenn jemand sich erhebt, um dich zu töten, töte ihn zuerst."

Israel greift Ziele in Syrien an
tagesschau 17:45 Uhr, 25.08.2019, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Drei Kämpfer getötet

Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei dem Angriff drei Kämpfer getötet. Zwei Opfer seien Anhänger der Iran-treuen Schiitenmiliz Hisbollah gewesen. Der dritte Tote soll einer iranischen Miliz angehört haben. Weder aus dem Iran noch aus Syrien gab es dazu zunächst offizielle Angaben. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf Informanten in Syrien.

Israel hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass der Iran nicht dauerhaft Militär in Syrien stationieren dürfe. Zudem räumte Israel ein, in den vergangenen Jahren Hunderte Luftangriffe in Syrien ausgeführt zu haben. Ziele dieser seien israelischen Angaben zufolge meist Waffenlieferungen des Iran an die radikalislamische Hisbollah gewesen. Der jüngste Zwischenfall war offenbar eine der heftigsten israelischen Attacken auf iranische Ziele in Syrien seit Jahren.

Iran dementiert Angriffe

Die syrische Armee berichtete hingegen, ihre Luftabwehr habe die Mehrzahl "israelischer Geschosse" nahe Damaskus abgewehrt, die von den Golanhöhen aus abgefeuert worden seien. Die meisten israelischen Raketen seien abgeschossen worden, bevor sie ihre Ziele erreicht hätten, zitierten die syrischen Staatsmedien aus Armeekreisen.

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden sagte der Nachrichtenagentur ILNA, dass Israel keine iranischen Ziele getroffen habe. Die Berichte seien eine Lüge.

Nach den Vorfällen verstärkte Israel die Einheiten in den Golan-Höhen, der Grenze zu Syrien. | Bildquelle: ATEF SAFADI/EPA-EFE/REX
galerie

Nach den Vorfällen verstärkte Israel die Einheiten in den Golan-Höhen.

Hisbollah: Israelische Drohnen im Libanon niedergegangen

Derweil soll nach Angaben der Hisbollah in einem südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut eine israelische Drohne abgestürzt sein. Eine zweite Drohne sei wenig später in der Luft explodiert. Diese habe bei ihrem Absturz in der Nähe des Medienzentrums der schiitischen Miliz Schäden verursacht. Anwohner berichteten, sie hätten eine Explosion gehört.

Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri sagte, bei dem Absturz der Drohnen handele es sich um einen Verstoß und eine "Aggression" gegen die Souveränität des Landes. Die Entwicklungen seien gefährlich für die regionale Stabilität und ein Versuch, die Situation weiter zu eskalieren.

Eine unabhängige Bestätigung der Vorkommnisse gab es zunächst nicht. Die Hisbollah riegelte das Gebiet ab. Journalisten durften der Nachrichtenagentur AP zufolge zunächst weder filmen noch fotografieren. Ob das Geschehen in Syrien und in Libanon in Verbindung standen ist unklar. Das israelische Militär teilte mit, es kommentiere keine "ausländischen Reporte".

Israel meldet Angriffe in Syrien
Tim Aßmann, ARD Tel Aviv
25.08.2019 07:14 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 25. August 2019 um 07:11 Uhr und 11:12 Uhr.

Darstellung: