Thailändische Jungs in der Höhle | Bildquelle: dpa

Fußballteam in Thailand Zur Not bis Oktober in der Höhle

Stand: 04.07.2018 12:32 Uhr

Die verschütteten Jungen in Thailand mussten bereits neun Tage in der Höhle ausharren - und ihre Rettung kann noch Monate dauern. Dennoch geht es ihnen offenbar gut, wie ein Video aus der Höhle zeigt.

Von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

Das ist die Stelle, an der im Märchen und im Film ausgeblendet wird: Die 13 vermissten Jungen sind nach neun Tagen in einer überfluteten Höhle gefunden; Jubel bricht aus unter den Rettungsmannschaften; Happy End. Doch das hier ist die Wirklichkeit. Und in Wirklichkeit brauchen Wunder etwas länger: Denn die Jugendlichen sind zwar lebend gefunden worden - aber noch lange nicht aus der Höhle heraus.

"Den Kindern geht es gut da drin, wir müssen nichts überstürzen", beruhigt der Chef der Elitetaucher alle Angehörigen. Auch er ist nach den langen Tagen der Rettungsoperation erschöpft, aber lächelt.

Höhlenrettung in Thailand: Fußballteam sitzt weiter fest
tagesschau 15:00 Uhr, 04.07.2018, Petra Böhm, MDR

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Videobotschaft aus der Höhle

In einer neuen Videobotschaft grüßen die Kinder ihre Eltern und alle, die ihr Schicksal verfolgen. Die Jungen sitzen in Rettungsdecken gehüllt da, heben die aneinandergelegten Hände zum traditionellen Gruß und nennen ihre Namen. Sie sind erschöpft, aber offensichtlich in relativ gutem Zustand - obwohl sie neun Tage in Dunkelheit und Angst vor ständig steigendem Wasser ausharren mussten. Ärzte und Taucher bleiben jetzt dauerhaft bei ihnen - bis sie wieder frei sind.

"Wir müssen uns keine Sorgen machen. Was vorher war, war viel schlimmer", so der Tauchleiter. Die Wasserpumpen arbeiten rund um die Uhr, um so viel Wasser wie möglich aus der Höhle zu bringen, Millionen von Litern. So können die Jugendlichen im besten Falle den vier Kilometer langen Weg zum Ausgang zu Fuß zurücklegen. "Aber selbst wenn der Wasserstand wieder steigt, glaube ich nicht, dass es so schlimm wird wie zuvor", verbreitet der Cheftaucher Zuversicht.

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Eingeschlossene Jugendfußballmannschaft in Thailand

Höhlenrettung Thailand

Ein Arzt ist nach der Entdeckung in der Höhle bei den Jugendlichen und ihrem Trainer geblieben. Auch Thermodecken und Essen wurde in die Höhle gebracht. | Bildquelle: REUTERS

Müssen Jungen tauchen lernen?

Für die nächsten Tage ist wieder stärkerer Niederschlag vorhergesagt, die Retter arbeiten darum in Matsch und Schlick in einem Rennen gegen den Regen. Im Notfall sollen die zwischen elf und 16 Jahre alten Jugendlichen und ihr Trainer tauchen lernen. Sie sollen mit kleiner Ausrüstung und Masken, die leichtes Atmen ermöglichen, durch die überfluteten Teile der verzweigten Höhle geleitet werden, an Rettungsleinen entlang.

Höhlentauchen ist auch für Profis nicht einfach, vor allem nicht in schlammigem Wasser. Aber, so Experten, die Kinder seien von kleiner, schlanker Statur, das sei ein Vorteil an engen Stellen. Ein Kollege der britischen Taucher, die die Vermissten gefunden haben, berichtet von dem Weg in die Höhle: "Es war ein rauer Tauchgang, es gab viele Komplikationen. Auf dem Weg nach draußen gibt es eine starke Strömung, gegen die sie schwimmen müssen. Sie werden sich die Wände entlang ziehen müssen und die Sicht ist auch nicht gut."

Dennoch sei es möglich, da sind sich die Retter sicher. Noch wägen sie die besten Möglichkeiten ab, aber niemand möchte riskieren, dass den Kindern auf dem Rückweg etwas zustößt. Darum warten sie lieber ab - im Notfall bis zum Ende des Monsuns im Oktober. Vorräte für vier Monate sind in der Höhle. Aber der Wunsch der Kinder ist stark, so bald wie möglich wieder herauszukommen.

Höhlenrettung: Wie geht das Wunder weiter?
Lena Bodewein, ARD Singapur
04.07.2018 11:47 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 04. Juli 2018 NDR Info um 06:38 Uhr und 09:50 Uhr sowie tagesschau24 um 15:10 Uhr in einem Schwerpunkt.

Korrespondentin

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