Das Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers "Titanic". | Bildquelle: dpa

Neue Aufnahmen des Wracks Die Natur holt sich die "Titanic"

Stand: 22.08.2019 20:20 Uhr

Nicht nur die Badewanne des Kapitäns ist verschwunden. Neue Aufnahmen belegen den Zerfall der "Titanic". Das Wrack in 3800 Metern Tiefe könnte bald teilweise in sich zusammenbrechen.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren gibt es neue Aufnahmen von dem Passagierdampfer auf dem Meeresgrund: Eine Expeditionscrew ist dafür fünf Mal mit einem U-Boot in 3800 Meter Tiefe zur "Titanic" vorgestossen, so die Produktionsfirma Atlantic in London. Die Videoaufnahmen legen den Schluss nahe, dass Teile des Wracks bald in sich zusammenbrechen dürften.

Bakterien, die sich durch die Schiffshülle fressen, Rost und Ozeanströmungen setzen der "Titanic" demnach stark zu. Vor allem die Kabinen der Besatzung, darunter auch die Räume des Kapitäns, auf der Steuerbordseite seien stark betroffen. "Das ganze Deck auf dieser Seite bricht zusammen", erklärte der Historiker Parks Stephenson der Produktionsfirma zufolge. Die Zerstörung werde weiter fortschreiten.

Wrack der Titanic | Bildquelle: ATLANTIC PRODUCTIONS/HANDOUT/EPA
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Skurrile Skulptur in 3800 Metern Tiefe: Das Wrack der Titanic.

Die Badewanne des Kapitäns ist weg

"Die Badewanne des Kapitäns ist eines der Lieblingsmotive für 'Titanic'-Liebhaber, aber die ist jetzt weg", erklärte Stephenson weiter. Die neuen Aufnahmen sollen in einem Dokumentarfilm zu sehen sein.

Victor Vescovo hat eines der U-Boote gesteuert. Er war von der schieren Größe des Wracks beeindruckt: "Ich war nicht darauf vorbereitet, wie groß es ist. Es war außerordentlich, es komplett zu sehen." Die Crew habe während eines Tauchgangs auch einen Kranz abgelegt, um der Opfer zu gedenken, erklärte die Firma.

Wrack der Titanic | Bildquelle: Atlantic Productions/Atlantic Productions/AP/dpa
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Das Wrack liegt seit 107 Jahren auf Grund.

Der Untergang der "Titanic" im Jahr 1912 ist die wohl bekannteste Katastrophe der Seefahrt: Nach der Kollision mit einem Eisberg auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York sank der Luxusdampfer.

Etwa 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen in der Nacht vom 14. auf den 15. April ums Leben. 73 Jahre später, 1985, war das Wrack südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland auf dem Grund des Atlantischen Ozeans entdeckt worden.

Die "Titanic" löst sich Stück für Stück auf
Martina Buttler, ARD Washington
23.08.2019 07:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. August 2019 um 20:00 Uhr.

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