Eine Frau kniet vor einer Vielzahl von Blumen und Kerzen, die zum gedenken an die Opfer der Amokfahrt in Toronto aufgestellt wurden. | Bildquelle: REUTERS

Nach Amokfahrt in Toronto Zehntausende trauern um Opfer

Stand: 30.04.2018 05:49 Uhr

Eine Woche ist es her, dass ein Auto in Toronto mehr als 20 Menschen überrollte. Am Sonntag kamen Zehntausende in der kanadischen Stadt zusammen, um ihre Anteilnahme auszudrücken.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Die indianischen Trommeln hallen über den Platz, nur wenige Meter von der Stelle, wo auf 2,1 Kilometern zehn Menschen starben und 14 verletzt wurden. Toronto trauert - rund 25.000 Menschen sind gekommen.

Tausende gedenken mit Mahnwache der Opfer von Toronto
tagesschau24 10:00 Uhr, 30.04.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Zehn Kerzen brennen. "Die Angehörigen", sagt eine Pastorin, "sie können die Kerzen entzünden und wissen, sie sind nicht allein". Zehn Kerzen - eine für jedes Todesopfer: acht Frauen, zwei Männer, zwischen 22 und 94 Jahre alt. Fünf Opfer kämpfen immer noch um ihr Leben, zwölf Verletzte liegen insgesamt noch im Krankenhaus.

Verantwortlich ist ein 25-jähriger Mann, verwirrt, offenbar voller Hass auf alles Weibliche.

Spenden in Millionenhöhe

Auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau und Torontos Bürgermeister John Tory werden Zeugen einer Stadt in Trauer, die als Herzkammer der Liberalität Kanadas gilt. Buddhisten und Hindus, Juden, Christen, Moslems - sie alle wollen ihre Anteilnahme ausdrücken.

Der kanadische Ministerpräsident auf der Trauerfeier in Toronto | Bildquelle: AFP
galerie

Der kanadische Ministerpräsident auf der Trauerfeier in Toronto

1,8 Millionen Dollar haben die Kanadier bis heute gespendet für die Angehörigen und die Opfer. Die Einwohner von Toronto auf der Straße sind berührt, aber auch trotzig angesichts der Katastrophe. So wie Michael. Er wohnt gleich um die Ecke, erlebte die Todesfahrt auf der Yonge Street. "Normalerweise sind auf der Yonge Street nur Autos", sagt er. "Heute war waren da nur Menschen. Es gibt Hoffnung."

Motiv bleibt vage

Der Täter wurde wegen zehnfachen Mordes und 13-fachen Mordversuchs angeklagt. Das Motiv ist noch immer vage. Hass auf Frauen - eine mögliche Erklärung. In einer Woche steht er wieder vor dem Richter.

Toronto aber steht an diesem Abend zusammen. "In Kanada rennen wir nicht weg. Wir kommen, um zu helfen", sagt ein Rabbi unter dem Beifall der 25.000 Trauernden.

Zehntausende gedenken mit Mahnwache der Opfer von Toronto
Georg Schwarte, ARD New York zzt. Toronto
30.04.2018 06:35 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. April 2018 um 05:48 Uhr.

Darstellung: