Trauerfeier für Alexander Sachartschenko | Bildquelle: picture alliance/dpa

Abschied in Donezk Zehntausende trauern um Separatistenführer

Stand: 02.09.2018 13:19 Uhr

Zehntausende haben in Donezk in der Ostukraine Abschied von dem getöteten Separatistenführer Sachartschenko genommen. Der örtliche Parlamentschef gab erneut der Ukraine Schuld an seinem Tod.

In Donezk in der Ostukraine hat die Trauerfeier für den bei einem Anschlag getöteten Separatistenführer Alexander Sachartschenko stattgefunden. Die Führung der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk sprach von 70.000 Menschen, die sich im Stadtzentrum versammelt hätten. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren rund 100.000 Menschen auf der Straße. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP schätzte die Teilnehmerzahl auf über 30.000.

Uniformierte riegelten das Stadtzentrum ab, der öffentliche Nahverkehr wurde vorübergehend eingestellt. In der Stadt wurden riesige Plakate mit Bildern und Zitaten Sachartschenkos aufgehängt. "Wir haben alle ein Mutterland - Russland", stand auf einem Plakat.

Trauerfeier für prorussischen Seperatistenführer Sachartschenko
tagesschau 20:00 Uhr, 02.09.2018, Birgit Virnich, ARD Moskau

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"Wir werden den Kampf fortsetzen"

Sachartschenko lag aufgebahrt im Opernhaus der Millionenstadt. Der örtliche Parlamentschef und einflussreiche Separatist Denis Puschilin gab erneut der Ukraine die Schuld für den Bombenanschlag, dem Sachartschenko am Freitag zum Opfer gefallen war. "Wir werden uns nicht damit abfinden und den Kampf mit allen verfügbaren Mitteln fortsetzen", sagte Puschilin. Übergangsweise führt der bisherige Vizeministerpräsident Dmitri Trapesnikow die Volksrepublik.

Russland als Schutzmacht der ostukrainischen Rebellen legt wegen des Attentats die internationalen Friedensbemühungen in dem Konflikt auf Eis. Das kündigte Außenminister Sergej Lawrow an.

Nachruf aus Moskau

Zu der Trauerfeier zitierte die offizielle Donezker Agentur dan-news eine Botschaft des ranghohen Kremlmitarbeiters Wladislaw Surkow, der für die Kontakte zu den Separatisten in Donezk und Luhansk zuständig ist. Surkow sprach Sachartschenko als seinen Bruder an und nannte ihn "einen tollen Kerl, einen echten Helden".

Im Osten der Ukraine kämpfen seit April 2014 prorussische Rebellen gegen ukrainische Regierungstruppen. In dem Konflikt wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet. Die ukrainische Regierung, die EU und die USA werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. September 2018 um 15:00 Uhr.

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