Donald Trump | Bildquelle: AP

Trump in Davos Lobrede auf sich selbst

Stand: 21.01.2020 14:14 Uhr

Die Entwicklung in seiner Amtszeit sei "spektakulär", Amerika gewinne "wie niemals zuvor": Bei seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum in Davos lobte US-Präsident Trump vor allem die eigenen Errungenschaften.

US-Präsident Donald Trump hat seine Redezeit auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos dazu genutzt, die wirtschaftliche Entwicklung der USA in seiner Amtszeit ausgiebig zu loben. Die USA stünden in der Mitte eines Wirtschaftsbooms, wie ihn die Welt noch nie gesehen habe, sagte er zum Auftakt. Bei seiner Rede vor zwei Jahren habe er den Zuhörern gesagt, das große Comeback Amerikas gestartet zu haben. Nun könne er sagen: "Amerika wächst und gedeiht, und ja: Amerika gewinnt wieder wie niemals zuvor."

Wolfgang Wanner, ARD Genf, mit Details aus Trumps Eröffnungsrede
tagesschau 12:00 Uhr, 21.01.2020

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Auch im weiteren Verlauf pries der Präsident die Erfolge seiner Regierung: Im Vergleich zu der Vorgängerregierung mit geringem Wachstum und stagnierenden oder fallenden Löhnen sei die Entwicklung nun "spektakulär". Für die Zukunft prognostizierte er "gewaltige" Chancen für die US-Wirtschaft. Andere Länder rief Trump dazu auf, sich ein Beispiel an den USA zu nehmen. Das "amerikanische Modell" werde die größten Gewinne im 21. Jahrhundert erzeugen.

Er lobte auch die niedrigen Arbeitslosenzahlen in seinem Land. Eine Regierung müsse immer das eigene Volk an die erste Stelle setzen, so Trump.

Kritik äußerte er an der US-Notenbank Fed. Die USA hätten seit seiner Wahl einen beispiellosen Wohlstand erreicht und eine Welle von Firmengründungen erlebt. "Und dies, obwohl die Fed die Zinsen zu schnell angehoben und zu langsam gesenkt hat", fügte er hinzu.

Beziehung zu China "niemals besser" gewesen

Trump sprach auch über die neue Handelsvereinbarung mit China und ein bevorstehendes Handelsabkommen mit Kanada und Mexiko. Er kündigte erneut an, die Verhandlungen mit China über die zweite Phase des Handelsabkommens würden schon sehr bald beginnen. Während dieser Verhandlungen würden die meisten Zölle in Kraft bleiben. Vor seiner Wahl 2016 habe niemand etwas getan gegen China, das den Handel für alle schwieriger gemacht habe. Nun habe sich Peking aber unter anderem bereit erklärt, geistiges Eigentum zu schützen.

Die Beziehung der USA zu China sei "niemals besser" gewesen, so Trump. Präsident Xi Jinping trete für die Interessen Chinas ein, er für jene der USA. "Ansonsten lieben wir uns." Die von ihm geschlossenen Handelsdeals seien ein Vorbild für den Handel im 21. Jahrhundert, so Trump.

Der Thema Klima war lediglich eine Randnotiz in der Rede. Die USA würden sich an der Initiative des Weltwirtschaftsforums zur Pflanzung von weltweit einer Billion Bäumen beteiligen, versprach Trump. Zugleich warnte er jedoch vor Pessimismus. Angst und Zweifel seien nicht gut, man sollte optimistischer nach vorne schauen. "Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse zurückweisen", sagte Trump, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen.

"Absolut null" Aussage über den Klimawandel

Der Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz äußerte sich nach Trumps Rede enttäuscht über den Auftritt: "Er hat es geschafft, absolut null über den Klimawandel zu sagen. Wir werden derweil gegrillt."

Grünen-Chef Robert Habeck kritisierte Trumps Rede als "ein Desaster für die Konferenz". Nach dem Auftritt des US-Präsidenten sei noch klarer zu sehen, dass die Richtung gewechselt werden müsse. "Wir müssen den Kampf mit Donald Trump aufnehmen, er steht auf der anderen Seite", so Habeck. "Manche Politiker bewegen sich noch schneller in die Richtung, die unseren Planeten erst in die schwierige Situation gebracht haben, in der wir sind."

Trump zählt zu den Hauptrednern der Konferenz. Im Mittelpunkt des viertägigen Treffens in den Schweizer Alpen stehen der Kampf gegen den Klimawandel sowie geopolitische Krisen etwa im Nahen Osten und in Libyen. Trump steht wegen des Amtsenthebungsverfahrens, das in Washington gegen ihn läuft, innenpolitisch unter großem Druck. Das Verfahren findet vor dem Hintergrund des Wahlkampfs für die Präsidentschafts- und Kongresswahl im November statt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Januar 2020 um 14:00 Uhr.

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