US-Präsident Donald Trump spricht im Dezember 2020 bei einer Kundgebung in Georgia. | Bildquelle: AP

Kundgebung in Georgia Trump beharrt auf Wahlbetrug

Stand: 06.12.2020 03:58 Uhr

Von einer Wahlniederlage will US-Präsident Trump nichts hören. Er glaubt daran, doch noch den Sieg für sich verbuchen zu können. Das stellte er bei einem Auftritt in Georgia klar - bei dem es eigentlich gar nicht um ihn selbst gehen sollte.

US-Präsident Donald Trump bleibt dabei: Bei der Präsidentschaftswahl vor rund einem Monat hätten die Demokraten betrogen - und nur dadurch mehr Stimmen für sich gewinnen können. Aber am Ende, auch davon bleibt Trump überzeugt, werde doch er als Sieger hervorgehen.

Trump macht Wahlkampf in Georgia und leugnet eigene Niederlage
tagesthemen 22:45 Uhr, 07.12.2020, Stefan Niemann, ARD Washington

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Die Vorwürfe der Wahlmanipulation und des Betrugs wiederholt Trump seit Wochen - so auch bei einem Auftritt in Georgia, bei dem er eigentlich für zwei Parteikollegen im Kampf um die Mehrheit im Senat werben will. Er habe die Wahl nicht verloren, betonte Trump, da sie nicht fair gewesen sei. Andernfalls hätte er durchaus eine Niederlage eingeräumt:

"Wenn ich verlieren würde, wäre ich ein sehr gnädiger Verlierer. Wenn ich verlieren würde, würde ich sagen: Ich habe verloren - und ich würde nach Florida gehen und es ruhig angehen lassen. Und ich würde herumgehen und sagen, dass ich einen guten Job gemacht habe. Aber man kann es niemals akzeptieren, wenn sie stehlen und manipulieren und rauben."

Trump fordert Neuabstimmung in Georgia

"Wir gewinnen diese Wahl", versicherte Trump seinen Anhängern, die zu der Kundgebung in Valdosta gekommen waren. Im Bundesstaat Georgia will er eine komplette Neuabstimmung durchsetzen. Gestern hatte sein Wahlkampfteam bekanntgegeben, dass eine entsprechende Klage beim zuständigen Gericht eingereicht worden sei. In Georgia hatte der Demokrat Joe Biden sich mit einem Vorsprung von rund 12.000 Stimmen gegen Trump durchgesetzt. Das Ergebnis wurde bereits durch eine Neuauszählung der Stimmen bestätigt, derzeit wird ein weiteres Mal ausgezählt.

Trotzdem will Trump weiter juristisch gegen das Ergebnis vorzugehen, betonte er in Valdosta, notfalls bis vor den Obersten Gerichtshof der USA. Bislang haben die Klagen des amtierenden Präsidenten wenig Erfolg. Mehrere Gerichte haben bereits zahlreiche Klagen abgeschmettert, darunter in Michigan, Pennsylvania, Georgia und Nevada.

Und nicht nur durch Klagen macht Trump Druck: Gestern forderte er den Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, während eines Telefonats auf, er solle auf Abgeordnete einwirken, um das Ergebnis der Auszählung doch noch zu kippen.

Enges Rennen um Senatsmehrheit

Dabei stand bei Trumps Auftritt eigentlich nicht der Kampf um das eigene Amt im Vordergrund, sondern der um die republikanische Mehrheit im Senat. Denn auch die steht seit der Wahl Anfang Oktober auf wackeligen Füßen. Die Republikaner konnten sich 50 Sitze sichern, die Demokraten 48. Daher rückt Georgia nun in den Fokus, denn hier treten die beiden republikanischen Senatoren Kelly Loeffler und David Perdue Anfang Januar gegen zwei demokratische Konkurrenten in der Stichwahl an, um ihre Mandate zu verteidigen. Sollten sich beide Demokraten durchsetzen können, käme es im Senat zahlenmäßig zu einem Patt. In diesem Fall hätte die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris bei Entscheidungen des Gremiums das letzte Wort - und die Demokraten damit faktisch eine Mehrheit.

Trump sieht sich weiter als Sieger - erster Publikumsauftritt nach der Wahl
Arthur Landwehr, ARD Washington
06.12.2020 06:12 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.

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