US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office. | Bildquelle: AP

Interesse an Grönlandkauf Trump sagt Treffen mit Dänemarks Premier ab

Stand: 21.08.2019 07:34 Uhr

Weil Dänemarks Premierministerin Frederiksen nicht über den Verkauf von Grönland reden will, hat US-Präsident Trump nun ein Treffen mit ihr abgesagt. Frederiksen nannte sein Ansinnen "absurd".

Von Julia Kastein, ARD-Studio Washington

US-Präsident Donald Trump hat überraschend eine Reise nach Dänemark abgesagt. Der Grund ist offenbar die Weigerung des Königreichs, Grönland an ihn zu verkaufen.

Trumps Absage an Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen kam am Abend per Tweet: Dänemark sei ein ganz besonders Land mit unglaublichen Menschen, so Trump. Aber nachdem Premierministerin Frederiksen erklärt habe, dass sie nicht über den Verkauf von Grönland sprechen wolle, werde er das Treffen mit ihr auf einen anderen Zeitpunkt verschieben.

Nach Absage an Grönland-Kauf: Trump sagt Dänemarkbesuch ab
tagesschau 17:00 Uhr, 21.08.2019, Christian Stichler, ARD Stockholm

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Und weiter schrieb er: "Die Premierministerin konnte durch ihre Direktheit sowohl den Vereinigten Staaten als auch Dänemark viel Geld und Mühe sparen. Ich danke ihr dafür..."

Judd Deere, Sprecherin des Weißen Hauses, bestätigte später, dass das Treffen abgesagt worden sei.

Strategisch interessante Insel

Trump hatte erst am Wochenende sein Interesse an Grönland bestätigt. Die Insel sei strategisch sehr interessant. Im Grunde sei das ein großes Immobiliengeschäft. Aber die Insel stehe auch nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Laut US-Medienberichten soll Trump in den vergangenen Monaten allerdings immer wieder bei Beratern nachgefragt haben, ob es sich lohne, Grönland zu kaufen und unter welchen Bedingungen das möglich sei.

Er machte am Montag Witze über das Thema, als er ein bearbeitetes Foto twitterte, das einen großen, goldfarbenen Trump-Tower in einem kleinen Dorf in Grönland zeigte. Dazu schrieb er: "Ich verspreche, das Grönland nicht anzutun!"

 

"Absurde Diskussion"

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Kaufinteresses, äußerte sich die dänische Premier Frederiksen und sprach davon, dass es sich um eine "absurde Diskussion" handele. Auch der Ministerpräsident vom autonomen Außengebiet Dänemarks, Kim Kielsen, unterstrich: Die Arktisinsel stehe nicht zum Verkauf.

Ursprünglich hatte Trump Dänemark in zwei Wochen besuchen wollen. Ein Treffen mit Königin Margrethe II sowie die Teilnahme an einer Reihe von Treffen waren laut Weißem Haus geplant. Dazu gehörten auch Treffen mit Frederiksen und Geschäftsleuten. Dabei sollte es unter anderem um Nord Stream II gehen - beide Länder sind gegen den Ausbau der umstrittenen Ostseepipeline.

 

Weil Grönland nicht zum Verkauf steht: Trump sagt Reise nach Dänemark ab
Julia Kastein, ARD Washington
21.08.2019 06:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2019 um 06:00 Uhr.

Korrespondentin

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