US-Präsident Donald Trump und Melania Trump beistegen die Air Force One nach dem Besuch in Dayton. | Bildquelle: AP

Reise nach Dayton und El Paso Trumps schwierige Tatortbesuche

Stand: 07.08.2019 19:07 Uhr

Wenige Tage nach den Massakern von Dayton und El Paso besucht Trump die Städte. Vor dem Abflug sprach er sich für strengere Überprüfungen beim Waffenkauf aus. In El Paso erwartet ihn besonders viel Kritik.

Von Torben Ostermann, ARD-Studio Washington

Die Aufregung um den Besuch des US-Präsidenten ist groß. Viele Kritiker werfen Trump vor, mit seiner Sprache zur Polarisierung im Land beizutragen. Vorab hatte die Bürgermeisterin von Dayton, Nan Whaley, gesagt, sie sei enttäuscht über Trumps Aussagen zum US-Waffenrecht. Treffen wolle sie ihn trotzdem.

Kühler Empfang für Trump in El Paso und Dayton
Morgenmagazin, 08.08.2019, Kerstin Klein, ARD Washington

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Vor seinem Abflug nach Washington sagte Trump, er sei künftig für Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern - sogenannte Background Checks. Er wolle sie durchführen, so der Präsident. "Ich glaube, sie sind wichtig. Ich möchte nicht, das Waffen an psychisch instabile, hasserfüllte und kranke Menschen ausgehändigt werden." Bisher werden Privatpersonen beim Waffenkauf nicht überprüft. Kritiker fordern schon lange, dass sich das ändern müsse - zumal sich eine Mehrheit der Anhänger beider Parteien für die Überprüfungen ausspricht.

Um kurz vor elf Uhr Ortszeit landete das Präsidentenflugzeug Air Force One in Ohio. Dort wurde Trump von zahlreichen örtlichen Politikern begrüßt. Im Hintergrund waren aber auch Demonstranten zu hören. "Unternehmen Sie etwas!" riefen sie.

Trauer in El Paso

Auch in El Paso, Texas, überwiegt Tage nach dem Massaker die Trauer. Nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt gedenken Schüler der El-Dorado-Schule der Opfer des Massakers. Beto O'Rourke ist gekommen, geboren in der Stadt, Mitglied der Demokratischen Partei und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur. Er betont die Stärke El Pasos. "Wir sind eine der sichersten Städte, wenn nicht sogar die sicherste Stadt in den Vereinigten Staaten. Wir müssen uns und das Land daran erinnern, dass wir sicher sind. Nicht trotz der Tatsache, dass wir eine Stadt von Migranten sind - sondern gerade deswegen sind wir stark, erfolgreich und sicher."

Dann wird geschwiegen. Luftballons steigen in Höhe. Die Gedanken sind bei den Opfern.

Viel Kritik an Trump-Besuch

Gerade in El Paso wird Trumps Besuch besonders heftig kritisiert. Er hatte die Stadt in der Vergangenheit häufiger als Kulisse genutzt, um für die aus seiner Sicht notwendige strengere Einwanderungspolitik zu werben.  

In der örtlichen Tageszeitung "El Paso Times" erschien heute ein offener Brief an den US-Präsidenten. Dort heißt es: "Mr President, der Hass des El-Paso-Massakers kommt nicht aus unserer Stadt."

Trump zu Besuch in Dayton
Torben Ostermann, ARD Washington
07.08.2019 18:16 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 07. August 2019 um 17:21 Uhr.

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