US-Präsident Trump und Japans Ministerpräsident Abe bei einem Golfspiel in Japan. | Bildquelle: AFP

Trump in Japan Zwischen Golf und Sumo-Ringen

Stand: 26.05.2019 14:07 Uhr

Während des Staatsbesuchs in Japan diskutiert US-Präsident Trump mit Ministerpräsident Abe viele Streitthemen. Zu den Höhepunkten des Rahmenprogramms zählen Golf und Sumo-Ringen.

Ein Hauptthema während Donald Trumps Staatsbesuch in Japan ist das Thema Handel. Der US-Präsident sagte, dass er erst nach den Oberhauswahlen in Japan im Juli mit einem Durchbruch in den Handelsgesprächen zwischen beiden Ländern rechne.

Bisher seien bereits "tolle Fortschritte" erzielt worden, verkündete Trump auf Twitter. Die Themen Landwirtschaft und Rindfleisch spielten in den bisherigen Gesprächen eine große Rolle.

Zum Auftakt seines Besuchs hatte Trump am Samstag fairere Handelsbeziehungen gefordert. Er sprach von einem "substanziellen Vorteil", den Japan jahrelang genossen habe und sprach sich für den Abschluss eines Handelsabkommens aus.

Die USA und Japan hatten sich im September auf die Neuordnung der Handelsbeziehungen geeinigt. Trump sieht ein "sehr großes Defizit" seines Landes im Handel mit Japan. Die Androhung der USA von Strafzöllen auf Autoimporte, die auch japanische Hersteller treffen würden, belasten die Beziehungen der beiden Länder.

US-Präsident Donald Trump überreicht einen Pokal an einen Sumo-Ringer in Japan. | Bildquelle: AP
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US-Präsident Donald Trump überreicht während seines Staatsbesuchs in Japan einen Pokal an einen Sumo-Ringer.

Preisverleihung bei Sumo-Wettkampf

Bunt gestaltet sich das Rahmenprogramm des Staatsbesuchs: Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe spielten eine Partie Golf. Danach verlieh der US-Präsident einen Preis bei einem Wettkampf von Sumo-Ringern. Ein gemeinsames Abendessen von Trump und Ehefrau Melania mit Abe und dessen Frau Akie stand in Tokio ebenfalls auf der Agenda. Der neue japanische Kaiser Naruhito wird Trump am Montag als erstes ausländisches Staatsoberhaupt empfangen.

US-Präsident Trump und Ehefrau Melania dinieren mit Japans Ministerpräsident Abe und seiner Frau Akie in Tokio. | Bildquelle: AFP
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US-Präsident Trump und Ehefrau Melania haben mit Japans Ministerpräsident Abe und seiner Frau Akie in Tokio diniert.

"Kleine Waffen abgefeuert"

Außerdem äußerte sich Trump zu den Entwicklungen in Pjöngjang: "Nordkorea hat ein paar kleine Waffen abgefeuert, was einige meiner Leute und andere beunruhigt hat, aber nicht mich", schrieb Trump auf Twitter.

Der US-Präsident widerspricht mit diesem Tweet seinem Sicherheitsberater John Bolton. Dieser hatte die Tests von Kurzstreckenraketen Anfang des Monats als Vorstoß des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats bezeichnet.

Kim soll Zusagen eingehalten haben

Die Tests verstoßen laut Trump und nach Ansicht anderer US-Regierungsmitglieder nicht gegen die persönliche Zusage Kims, Raketenstarts aussetzen zu wollen. "Das Moratorium konzentrierte sich sehr auf interkontinentale Raketensysteme, diejenigen, die die Vereinigten Staaten bedrohen", sagte US-Außenminister Mike Pompeo in einem Fernsehinterview. Trump sprach Kim sein Vertrauen auf Twitter aus und schrieb, dass er darauf vertraue, dass er Versprechen ihm gegenüber einhalte.

Für Japan könnte diese Haltung des US-Präsidenten kritisch sein: Das asiatische Land liegt in der Reichweite der nordkoreanischen Kurzstreckenraketen. Zudem ist Japan bei den Verhandlungen mit Nordkorea auf die USA als Vermittler angewiesen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Mai 2019 um 14:00 Uhr.

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