EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump | Bildquelle: KEVIN DIETSCH/POOL/EPA-EFE/REX/S

Juncker trifft Trump "Wir müssen zusammenarbeiten"

Stand: 25.07.2018 21:48 Uhr

Vor ihrem Treffen im Weißen Haus hatten sich US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsident Juncker hart gezeigt. Keiner wollte im Handelsstreit einknicken. Später schlugen beide dann versöhnlichere Töne an.

US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker haben sich zum Auftakt ihres Krisentreffens im Weißen Haus öffentlich um eine Entspannung des Handelsstreits bemüht. Trump wies darauf hin, dass Amerika und Europa für mehr als 50 Prozent des Welthandels stünden.

Es wäre gut, wenn im Zuge der Debatte alle Zölle und Handelsbarrieren beseitigt würden, sagte er. Er zeigte sich optimistisch, bestand aber zugleich auf seiner Forderung nach fairen Handelsbedingungen. Er erwarte, dass etwas "sehr Positives" passieren werde.

Handelsstreit: EU-Kommissionspräsident Juncker besucht US-Präsident Trump
tagesthemen 22:15 Uhr, 25.07.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Trump pocht auf "faire Wettbewerbsbedingungen"

Auch Juncker schlug versöhnliche Töne an. "Wir sind enge Partner", sagte er. "Verbündete, keine Feinde. Wir müssen zusammenarbeiten." Die EU und die USA müssten miteinander sprechen, nicht übereinander. Juncker war nach Washington gereist, um eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und der EU abzuwenden.

Trump bezeichnete Juncker als einen "klugen" und "zähen" Mann. Der US-Präsident sagte, er wolle nur, "dass es faire Wettbewerbsbedingungen für unsere Landwirte, für unsere Produzenten, für alle gibt." Die USA wären sehr zufrieden, wenn es keine Zölle, keine Handelshindernisse und keine Subventionen gäbe.

Harte Töne im Vorfeld

Vor ihrem Gespräch hatten beide Politiker klargemacht, dass sie sich im Recht sehen und von der jeweils anderen Seite ein Einlenken erwarten. "Wir sitzen hier nicht auf der Anklagebank. Insofern brauchen wir uns auch nicht zu verteidigen", sagte Juncker in einem ZDF-Interview. Trump hatte sich am Dienstag bei einem Auftritt in Kansas City zuversichtlich gezeigt, dass sich sein Land durchsetzen werde, seine Landsleute aber auch um Geduld gebeten. "Wir müssen durchhalten", sagte Trump.

Er wehrte sich zugleich gegen Kritik an den Strafzöllen von Senatoren aus seiner eigenen republikanischen Partei. "Jedes Mal, wenn ich einen schwachen Politiker sehe, der fordert, Handelsgespräche oder die Nutzung von Zöllen zu stoppen, um unfaire Zölle zu bekämpfen, frage ich mich, was sie denken? Sollen wir einfach so weitermachen und unsere Bauern und unser Land abzocken lassen?", schrieb Trump auf Twitter. Man dürfe keine Schwäche zeigen.

Die EU und besonders Deutschland fürchten Abgaben auf Autos, die in die USA eingeführt werden. Sollte es dazu kommen, plant die EU nach Angaben von Handelskommissarin Cecilia Malmström Gegenzölle auf US-Produkte im Wert von 20 Milliarden Dollar.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juli 2018 um 14:00 Uhr.

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