Kim Jong Un und Donald Trump | Bildquelle: dpa

Atomstreit mit Nordkorea Weißes Haus gegen neue Sanktionen

Stand: 23.03.2019 00:28 Uhr

Eigentlich hatte das amerikanische Finanzministerium neue Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang angekündigt. Doch der Präsident pfiff die Behörde zurück. Die Begründung: Trump mag Diktator Kim Jong Un.

US-Präsident Donald Trump hat die Verhängung weiterer Sanktionen gegen Nordkorea gestoppt. Die zusätzlichen Strafmaßnahmen waren dem Präsidenten zufolge vom amerikanischen Finanzministerium angekündigt worden. Trump teilte jedoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit, er habe "die Rücknahme dieser zusätzlichen Sanktionen angeordnet".

Sprecherin Sarah Sanders begründete Trumps Entscheidung mit dem guten Verhältnis des Präsidenten zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: "Präsident Trump mag den Vorsitzenden Kim, und er denkt nicht, dass diese Sanktionen notwendig sein werden", sagte Sanders.

Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Donald Trump, Präsident der USA, sitzen am Tisch vor Ihren Flaggen. | Bildquelle: AFP
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Verstehen sich noch gut: US-Präsident Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un bei ihrem Treffen Ende Februar.

Unklar, welche Strafmaßnahmen gemeint sind

Regierungskreisen zufolge handelt es sich bei der Ankündigung des Präsidenten nicht um die Rücknahme bereits verhängter Sanktionen. Vielmehr habe sich Trump in seinem Tweet am Freitag auf eine Entscheidung bezogen, keine weiteren großangelegten Sanktionen gegen Nordkorea umzusetzen.

Ende Februar war ein zweites Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump in Vietnam überraschend ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Die Sanktionen, die das US-Finanzministerium am Donnerstag verkündet hatte, waren die ersten US-Strafmaßnahmen mit Blick auf Nordkorea seit diesem gescheiterten Treffen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. März 2019 um 02:43 Uhr.

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